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Parteijugend Junge Union befragt Bewerber für CDU-Vorsitz

Norbert Röttgen, Friedrich Merz und Helge Braun bewerben sich um den CDU-Vorsitz. Am Samstag präsentieren sich die Bewerber der Jungen Union.

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Montag gab Merz bekannt für den CDU Vorsitz zu kandidieren. Quelle: imago images/Jens Schicke

Die drei Bewerber für den CDU-Vorsitz stellen sich am Samstag (18.00 Uhr) den Fragen des Parteinachwuchses. Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der Außenpolitiker Norbert Röttgen und der noch amtierende Kanzleramtschef Helge Braun sind dazu zu einem „Pitch“ der Jungen Union nach Frankfurt eingeladen.

Jeder Bewerber soll zehn Minuten Zeit für seine Präsentation haben und sich dann 50 Minuten lang den Fragen von JU-Mitgliedern stellen. Diese können die Fragen schriftlich einreichen oder per Zoom direkt fragen. Den Anfang macht Merz, es folgen Braun und Röttgen. JU-Chef Tilman Kuban hatte sich bereits für Merz ausgesprochen.

Der neue CDU-Chef soll wegen der dramatischen Corona-Lage auf einem Online-Parteitag gewählt werden. Der Bundesvorstand der Partei entschied am Freitag, das am 21./22. Januar in Hannover in Präsenz geplante Treffen der 1001 Delegierten abzusagen. Stattdessen soll es einen digitalen Parteitag geben. Noch unklar war zunächst, ob der neue Vorsitzende dabei am 21. oder am 22. Januar gewählt wird. Dies müsse noch geklärt werden, hieß es weiter. Davor will die CDU erstmals in ihrer Geschichte die Mitglieder befragen.

Die Menschen in Deutschland zeigen nach einer Umfrage wenig Zustimmung zu den drei Bewerbern. Auf die Frage, wem sie das Amt des Parteichefs am ehesten zutrauen würden - Merz, Röttgen oder Braun -, antworteten 35 Prozent mit „keinem der drei“.

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    Merz schnitt dabei noch am besten ab. Für den früheren Unions-Fraktionschef im Bundestag entschieden sich in der YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur 23 Prozent. Der Außenpolitiker Röttgen kam auf 16 und der geschäftsführende Kanzleramtschef Braun auf 7 Prozent.

    Merz beliebt bei der Basis

    Unter denen, die angaben, bei der Bundestagswahl die Union gewählt zu haben, lag Merz mit 34 Prozent mit weitem Abstand vor Röttgen (20 Prozent) und Braun (6 Prozent). Auch hier antwortete aber mehr als ein Viertel der Befragten (27 Prozent) mit „keinem der drei“. Besonders hoch im Kurs steht Merz der Umfrage zufolge bei Anhängern der FDP. In dieser Gruppe trauten ihm 41 Prozent die Rolle des CDU-Vorsitzenden am ehesten zu. Bei Anhängern der AfD waren es 38 Prozent. Mit 26 Prozent lag die Zustimmung für Merz auch in Ostdeutschland über dem Durchschnitt.

    Merz will die CDU auch im Stil neu aufstellen. „Erstens muss der Umgangston untereinander wieder besser werden, und diese elenden Durchstechereien aus den Sitzungen müssen aufhören“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Wir müssen zweitens die Rolle der Opposition im Bund annehmen und zugleich schnell kampagnenfähig werden, vor allem für die bevorstehenden Landtagswahlen im nächsten Jahr“, sagte er. „Drittens werden wir die Partei inhaltlich neu aufstellen, unter anderem mit einem neuen Grundsatzprogramm.“

    Bei der Bundestagswahl im September war die Union im Vergleich zu 2017 um 8,8 Punkte auf 24,1 Prozent abgestürzt – ihren historisch schlechtesten Wert.

    Mehr: CDU-Vorsitz: Das Merz-Lager eröffnet den Wahlkampf

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