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PISA-Pionier Baumert "G9 kostet nur mehr Geld, es bringt nichts!"

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"G9 kostet nur mehr Geld, es bringt nichts"

Die jüngste heißt „G9“, die Verlängerung der Gymnasialzeit auf neun Jahre.
Allerdings, und das ist wirklich reiner Populismus. Diese Verlängerung der Schulzeit kostet allein in Bayern 400 Millionen Euro. Im Jahr! Und das bringt gar nichts.

PISA, TIMSS, IQB, IGLU, VERA - Schulvergleichstests im Überblick

Na ja, die Klagen der Eltern über den engen Zeitplan waren schon unüberhörbar.
Unüberhörbar vielleicht, aber nicht berechtigt. Erst vor kurzem hat eine Studie der Mercator-Stiftung Schüler an G9-Schulen mit solchen an G8-Schulen verglichen. Die Ergebnisse waren nahezu identisch. Die G8-Schüler waren genauso gut qualifiziert, sie empfanden sogar ihren Freizeitanteil als nahezu gleich groß. Das heißt: G9 kostet nur mehr Geld, es bringt nichts.

Eine weitere Klage vieler Eltern ist die Inflation der Noten beim Abitur. Auch Populismus?
Nein, an dieser Klage ist schon etwas dran, das lässt sich ja auch objektiv belegen. Auch die Gründe dafür liegen aus meiner Sicht relativ klar auf dem Tisch. Es sind die schwächsten Bundesländer, wie Hamburg oder Bremen, die diesen Trend antreiben. Wenn es dort eine 1 für eine Leistung gibt, mit der man in Bayern gerade so eine 4 schaffen würde, dann müssen die starken Bundesländer nachziehen, auch wenn sie ein Stück weit stolz sein mögen auf ihre härtere Auslese. So setzt sich eine Spirale in Gang, deren Ende ich derzeit nicht absehen kann.

Bis irgendwann Noten als Auswahlkriterium für Universität und Unternehmen irrelevant werden und sie eigene Tests einsetzen müssen.
Soweit könnte es tatsächlich kommen, wenn man nichts dagegen tut.

Aber wie lässt sich dieser Trend stoppen?
Darauf gibt es zur Abwechslung mal eine einfache Antwort: Hier hilft nur das Zentralabitur. Doch dass sich die Länder darauf nochmal einigen werden, das kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

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