Pkw-Maut Verkehrsminister Scheuer stellt Mautverträge ins Netz

Die Verträge zur gescheiterten Pkw-Maut sind öffentlich im Internet einsehbar. Beteiligte Unternehmen sollen eine frühere Veröffentlichung abgelehnt haben.

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Der Bund läuft Gefahr, einen hohen Preis für die Kündigung der Verträge zu zahlen. Quelle: dpa

Berlin Die umstrittenen Betreiber-Verträge zur geplatzten Pkw-Maut stehen nun für jeden einsehbar im Internet. Das Bundesverkehrsministerium veröffentlichte am Freitag mehr als 2600 Seiten, die bisher nur Bundestagsabgeordnete vertraulich lesen durften.

Das Interesse daran ist groß, weil Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sie mit den Unternehmen Kapsch und CTS Eventim abgeschlossen hatte, bevor Rechtssicherheit bestand – und sich nach dem Stopp der Maut durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) nun Schadenersatz-Ansprüche der Unternehmen ergeben könnten.

In einem im Netz veröffentlichten Video sagte Scheuer am Freitag, sein Ministerium habe diese Transparenz von Anfang an gewollt, aber die Unternehmen hätten eine Veröffentlichung bis zum Mittwoch explizit abgelehnt. Es gebe auch weiterhin Einschränkungen durch die Betreiber, personenbezogene Daten sowie Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter dürften nicht gezeigt werden.

Zunächst würden die Verträge zur Erhebung und zur Kontrolle der Maut daher so veröffentlicht, wie es juristisch korrekt sei, sagte Scheuer.

Mehr: Nach der geplatzten Pkw-Maut steht Andreas Scheuer vor einem Scherbenhaufen. Dem Land drohen Strafen von einer halben Milliarden. Wie es jetzt weitergehen soll.

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