Reiner Hoffmann Designierter DGB-Chef: Gewerkschaften müssen internationaler werden

Exklusiv

Der designierte DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann fordert eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Gewerkschaften in Europa.

DGB-Fahne Quelle: dapd

„Die Gewerkschaften müssen sich international noch stärker vernetzen. Es gilt, unsere Kräfte stärker zu bündeln, um schlagkräftiger zu werden“ sagte er. Nötig sei zudem „eine systematischere und international orientierte Personalentwicklung“ der Gewerkschaften. Es ist das erste Mal, dass sich Hoffmann zur künftigen strategischen Neuausrichtung des DGB äußert.

Beim Ausbau der Mitbestimmung in Europa rät Hoffmann davon ab, anderen Staaten das – sehr weitreichende - deutsche Modell aufzuzwingen. „Mitbestimmung ist in vielen europäischen Nachbarländern kein Fremdwort. Beim Ausbau und der Weiterentwicklung der Mitbestimmung in Europa müssen wir auf die unterschiedlichen Traditionen und Kulturen Rücksicht nehmen.“

Derzeit ist Hoffmann noch Leiter des Bezirks Nordrhein der IG Bergbau, Chemie, Energie. Am kommenden Dienstag will der DGB-Bundesausschuss den 58-Jährigen auf einer außerordentlichen Sitzung zunächst in den geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand wählen. Im Januar soll Hoffmann nach Informationen der WirtschaftsWoche auf einer DGB-Klausurtagung offiziell zum (einzigen) Kandidaten um den DGB-Vorsitz ernannt werden. Die offizielle Wahl findet im Mai 2014 auf dem DGB-Bundeskongress statt.

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