Rentenreform Arbeitgeber fordern Kürzungen bei der Witwenrente

Exklusiv

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sieht Sparpotential bei der so genannten Witwenrente.

Kreuze auf einem Friedhof in Österreich Quelle: dapd

Die Hinterbliebenenversorgung sei „eine Fürsorgeleistung und sollte nur an Angehörige ausgezahlt werden, die nicht selbst für sich sorgen können“, sagte Alexander Gunkel, Mitglied der BDA- Hauptgeschäftsführung, der WirtschaftsWoche. „Warum sie zum Beispiel derzeit auch 45-jährigen Angehörigen gezahlt wird, die ihr Einkommen ebenso gut durch Arbeit erwirtschaften könnten, ist nicht zu erklären.“ Gunkel ist derzeit auch Vorsitzender des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Hintergrund der Äußerungen sind Pläne des Bundessozialministeriums für Leistungsverbesserungen bei kleinen Renten. Im Gespräch ist dabei vor allem die so genannte Zuschussrente für langjährig Versicherte. „Die Bundesregierung vermeidet die unbequemen Themen und macht keine Vorschläge, wo im Gegenzug Beitragsmittel gespart werden könnten“, sagte Gunkel. „Dabei gibt es in der Rentenversicherung genügend Entlastungspotenzial.“ Gunkel regte außerdem an, die „teure Privilegierung von Versicherten mit 45 Jahren Pflichtbeiträgen zu streichen“.

Derzeit überweist die Rentenkasse jährlich rund 38 Milliarden Euro an Witwen und Witwer, das ist jeder fünfte Renten-Euro.

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