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Rücktritt Kurt Becks Die Tragik des Triumphs

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Krisenmanager gefordert

huGO-BildID: 28187540 Kurt Beck (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, und Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) geben am 28.09.2012 eine Pressekonferenz in Mainz. Beck will sich von seinem Posten als Ministerpräsident zurückziehen, Dreyer soll sein Amt übernehmen. Foto: Boris Roessler dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Wenn Beck sich nun ins Privatleben zurückzieht, haben seine Nachfolger also eine Reihe von höchst kniffligen Problemen zu lösen.

Malu Dreyer, die Anfang kommenden Jahres zur Ministerpräsidentin gewählt werden soll, muss sich als Krisenmanagerin bewähren; bisher hatte die Sozialministerin in der Landesregierung einen vergleichsweise ruhigen Job. Roger Lewentz, der im November auf dem Parteitag in Mainz als SPD-Landeschef kandidieren wird, kennt die Schwierigkeiten bereits: Er ist als Innen- und Infrastrukturminister für Nürburgring, Hahn und Zweibrücken zuständig, bekam die Lage aber nicht in den Griff.

Es ist nicht ohne Ironie, dass Beck die Stabsübergabe an die beiden nun ausgerechnet an dem Tag ankündigte, an dem Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat der SPD für die nächste Bundestagswahl ausgerufen wurde.

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Beck, der vor der letzten Bundestagswahl aus Berlin flüchtete, nachdem er in der Kandidatenkür Frank-Walter Steinmeier unterlegen war, verkündet seinen endgültigen Rückzug am Tag von Steinmeiers Niederlage gegen Steinbrück. Auch darauf ging Beck, dem zu Steinbrück nicht das beste Verhältnis nachgesagt wird, in seiner Rücktrittserklärung kurz ein.

Der Landesverband begrüße die Kandidatur Steinbrücks und werde alles tun, um die Sozialdemokratie bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr zu unterstützen. Beck selbst aber wird diesen Wahlkampf nicht mehr kämpfen.

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