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Rüstung Bundestag gibt offenbar grünes Licht für milliardenschweres Eurodrohnen-Projekt

Gemeinsam mit Frankreich, Italien und Spanien soll das unbemannte Luftfahrzeug entwickelt werden. Drei Milliarden Euro sollen dafür wohl zur Verfügung stehen.

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Zusammen mit weiteren EU-Ländern könnten bald neue Drohnen entwickelt werden. Quelle: dpa

Der Bundestag hat einem Insider zufolge den Weg für Entwicklung und Kauf der Eurodrohne für rund drei Milliarden Euro geebnet. Der Haushaltsausschuss gab dem Projekt am Mittwoch grünes Licht, wie die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit dem Vorgang vertrauten Person erfuhr.

Das unbemannte Luftfahrzeug soll gemeinsam mit Frankreich, Italien und Spanien gebaut werden, Auftragnehmer sind der europäische Flugzeugbauer Airbus, Dassault aus Frankreich und der italienische Rüstungskonzern Leonardo. Die Bundeswehr soll laut Verteidigungskreisen 21 Drohnen, zwölf Bodenkontrollstationen und vier Simulatoren erhalten. Die Auslieferung des Geräts ist ab 2030 geplant.

Die neuen Drohnen sollen die bisher genutzten Drohnen vom Hersteller Israel Aerospace Industries ersetzen, die Deutschland geleast hat und bei Militäreinsätzen wie in Afghanistan und Mali nutzt. Die Eurodrohne kann mit Waffen ausgerüstet werden, wofür jedoch ein weiterer Bundestagsbeschluss notwendig wäre. Erst im Dezember war die Bewaffnung der existierenden Drohnen der Bundeswehr am Widerstand der SPD gescheitert.

Mit einer Länge von über 15 Metern und einer Spannweite von 30 Metern soll die Eurodrohne mehr als 24 Stunden lang in Höhen von rund 13.000 Metern fliegen und die Lage am Boden mit Sensoren wie Radargeräten und Infrarotkameras aufklären können.

Mehr: Scholz bremst Kramp-Karrenbauers Eurodrohnen-Projekt

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