RWI-Studie Finanzkrise kostete Deutschland 187 Milliarden Euro

Seite 2/2

Kostenfaktor Bankenrettung

Die zehn größten Euro-Lügen 2013
Francois hollande Quelle: dpa
Mario Draghi Quelle: dpa
José Manuel Barroso Quelle: REUTERS
Wolfgang Schäuble Quelle: AP
Martin Schulz Quelle: REUTERS
Antonis Samaras Quelle: dapd
Jean-Claude Juncker Quelle: dpa

Den größten Anteil am Anstieg der Staatsschuldenquote habe laut den Autoren der Studie der Fonds zur Rettung der Banken gehabt. Um strauchelnde Geldinstitute wie die IKB, die Commerzbank oder einige Landesbanken zu retten, gründete die Bundesregierung im Oktober 2008 den sogenannten Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin). Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch berichtet, summieren sich die Verluste des Fonds bis zum dritten Quartal 2012 auf 23,1 Milliarden Euro. Während etwa die Commerzbank ihre Hilfen zurückgezahlt haben oder das in Kürze nachholen wollen, werden andere wie die Hypo Real Estate oder die zerschlagene Westdeutsche Landesbank (WestLB) den Steuerzahler wohl noch auf Jahre Geld kosten.

Zugleich wurden viele toxische Papiere in den Bilanzen der Banken in sogenannte Bad Banks ausgelagert, auch diese haben den Staatshaushalt laut der RWI-Studie stark belastet. Denn werden die Papiere mit Verlusten verkauft, belastet das den Haushalt. Laut der Studie entstand auf diese Weise ein Minus von drei Milliarden Euro. 2009, ein Jahr später waren es sogar 33 Milliarden Euro.

Die Verfasser der Studie, Roland Döhrn und Heinz Gebhardt, warnen zudem davor, den bisher ermittelten Betrag als endgültig zu betrachten. Viel mehr "scheint gut vier Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise die Zeit reif für eine Zwischenbilanz", schreiben die Ökonomen. Abschließend könne jedoch noch keiner über die Folgen der Krise urteilen. Unklar sei beispielsweise, wie sich die höhere Schuldenquote mittel- bis langfristig auf die Wirtschaft auswirken wird.

  • 1
  • 2
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%