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Saarbrücken Im Niveau spiegelt sich der Strukturwandel an der Saar wieder – Dynamikspitze bei den Einkommen

Im Auftrag von INSM und WiWo haben Wissenschaftler der IW Consult zentrale Wohlstands- und Arbeitsmarktindikatoren der einwohnerstärksten deutschen Wirtschaftsregionen verglichen. Dies sind wichtige Großstädte, die als Arbeitsorte bedeutsam sind sowie die Umgebung, in denen die Menschen ebenfalls arbeiten, vor allem aber auch wohnen.

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Die Wissenschaftler haben den letzten verfügbaren Stand zum Beispiel der verfügbaren Einkommen, der Steuerkraft sowie auch die Situation am Arbeitsmarkt untersucht. Ein Niveauvergleich bildet die Lage im Jahr 2009 ab. Ein Dynamikvergleich veranschaulicht, wie sich diese Wirtschaftsregionen in der Zeit von 2004 bis 2009 entwickelt haben.

Vierzehnter im Niveauvergleich ist die Cityregion Saarbrücken. Sie umfasst sechs Einzelkreise bzw. kreisfreie Städte und hat 1,0 Mio. Einwohner, die hier leben und arbeiten. Dabei liegt die Region beim Wohlstand weiter hinten (Gesamtrang 16) als beim Arbeitsmarkt (Rang 10). Die verfügbaren Einkommen belaufen sich im Schnitt auf 19.022 Euro, 13. Platz. Bei der Einkommensteuerkraft erreicht die Region nur einen 17. Platz. Die Arbeitsplatzversorgung in der Cityregion ist ebenso unterdurchschnittlich. 57,9 Prozent aller Einwohner zwischen 15 und 65 Jahren haben einen sozialversicherungspflichtigen Job – Rang 15.

Dynamisch betrachtet findet sich die Region insgesamt auf dem 2. Platz wieder. Verantwortlich dafür sind vor allem die verfügbaren Einkommen. Diese bewegten sich in den Jahren 2004 bis 2009 um 12,2 Prozent nach oben. Rang 1 im Regiovergleich.

Gründe für diese Performance.

Studienleiter Michael Bahrke (IW Consult): „In der unterdurchschnittlichen Jobversorgung und den vergleichsweise niedrigen Werten bei Wohlstandsindikatoren spiegelt sich der schmerzliche Strukturwandel, den das früher von Montanindustrie geprägte Saarland durchläuft.

Nur wenige Großunternehmen bestimmen das wirtschaftliche Bild dieser Region. Die Saarstahl AG und die Dillinger Hüttenwerke sind in der Region ansässig, Ford unterhält ein bedeutendes Autowerk an der Saar. Mit dem Auf und Ab in der Ertragslage solch großer Player schwankt die Wirtschaftsdynamik dieser Region stärker als die Dynamik von Regionen mit vielen diversifizierten Branchen.“

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