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Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer bringt einjährige Expertenregierung für Thüringen ins Spiel

Exklusiv
Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer bringt eine einjährige Expertenregierung für Thüringen ins Spiel. Quelle: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schlägt nach der gescheiterten Regierungsbildung in Thüringen eine einjährige Expertenregierung vor. Dadurch würde der Wählerwille anerkannt werden.

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Nach der gescheiterten Thüringer Regierungsbildung unter Beteiligung der rechtsextremen AfD schlägt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eine einjährige Expertenregierung vor.

Kretschmer, der im Nachbarbundesland selbst nur mit knapper Mehrheit jenseits von AfD und Linkspartei regiert, sagte der WirtschaftsWoche: „Jetzt wäre eine Expertenregierung angebracht, geführt von einer anerkannten, neutralen Persönlichkeit. Sie sollte das Land zwölf Monate führen. Nach einem Jahr sollte es eine Landtagswahl in Thüringen geben.“ Es sei ein Ausweg, der zwei Vorteile biete: „Das würde den Wählerwillen auch in der jetzigen Lage anerkennen und den Handelnden erlauben, das Gesicht zu wahren.“

Kretschmer nennt die politische Stimmung in Erfurt feindselig. „Man sollte andere als politische Gegner betrachten, aber nicht als Feinde. Diese Feindseligkeit in Thüringen ist ein großes Problem.“

Vorige Woche war der FDP-Politiker Thomas Kemmerich im Landtag überraschend und mit Stimmen der AfD zum Thüringer Ministerpräsident gewählt worden. Er trat nach massiver Kritik zurück. Zuvor war der vorige Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei an der Wiederwahl gescheitert. Er wollte eine Minderheitsregierung aus Linken, SPD und Grünen führen, bekam aber in den ersten zwei Wahlgängen keine Mehrheit.

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