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Schavans Doktorarbeit Anonymer Ankläger meldet sich zu Wort

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Könnte Schavan ihren Titel verlieren?

Dissertation von Bundesbildungsministerin Annette Schavan Quelle: dpa

Der Umfang bekannt gewordener Textstellen aus Schavans Dissertation genüge, um die Arbeit „wissenschaftlich wertlos“ zu machen, sagte Weber ebenfalls dem „Focus“. Aus Sicht des Münchner Jura-Professors Volker Rieble könnte Schavan ihren Doktortitel verlieren.

„Wenn die Textstellen auf 'schavanplag' korrekt wiedergegeben wurden, dann reicht das nach der geltenden Rechtsprechung für einen Promotionsentzug“, sagte Rieble der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Qualitativ seien in Schavans Arbeit alle möglichen Arten von Plagiaten zu finden. „Das ist kein Zufall und auch kein Irrtum, sondern Absicht“, sagte Rieble.

CDU stärkt Ministerin den Rücken

Die Union stärkte derweil der aus Baden-Württemberg stammenden Politikerin den Rücken. Der CDU-Landeschef Thomas Strobl sagte dem „Focus“: „Ich habe keinen Grund, anzunehmen, dass irgendetwas faul ist an der Doktorarbeit von Annette Schavan.“

Deutschland



Schavan promovierte vor 32 Jahren an der Universität Düsseldorf. Der Titel ihrer 1980 veröffentlichten Arbeit lautet „Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung“.

Schavan wurde 2009 zur Honorarprofessorin der Freien Universität Berlin ernannt und führt deshalb auch einen Professorentitel.

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