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Schienenmaut 2020 nur noch halb so laut

Lärmabhängige Trassenpreise sollen Güterzüge leiser machen.

Lärm - Urteile
Foto einiger Hühner Quelle: dpa
Foto von spielenden Kindern Quelle: dpa
Foto eines großen Biergartens Quelle: dpa
Foto eines Staus auf einer Autobahn Quelle: dpa
Foto einer stark befahrenen Straße Quelle: dpa
Foto des Berliner Hauptbahnhofes Quelle: dpa
Bild einer Motorradfahrer-Truppe Quelle: dpa

Ab Juni dieses Jahres startet die Netztochter der Deutschen Bahn ein neues Preismodell im Güterverkehr. Laute Züge zahlen dann höhere Trassenpreise. Der Durchschnittspreis verteuert sich pro gefahrenen Kilometer um drei Cent auf 2,72 Euro. Ein Güterzug von Mannheim nach Maschen südlich von Hamburg kostet dann rund 1481 Euro – ein Plus von 15 Euro. Der Zuschlag entfällt, wenn mindestens 80 Prozent der Wagen eines Zuges mit leisen Bremsen ausgerüstet sind.

Deutschlands Lärmquellen in Dezibel

Bis zu 90 Dezibel

Davon ist die Güterbahnbranche noch weit entfernt. Bis 2020 will die Deutsche Bahn den Verkehrslärm auf der Schiene halbieren. Doch noch immer fahren rund 180 000 Güterwaggons mit lauten Graugussbremsen über die Gleise – ein Drittel davon bei der Bahn-Tochter DB Schenker Rail. Beim Bremsen verursachen sie eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel – bei schlechter Schienenqualität kann es noch lauter werden. Deswegen sollen die Züge nun Flüsterbremsen erhalten. Der Bund fördert die Umrüstung mit insgesamt rund 150 Millionen Euro. Einen gleich hohen Betrag zahlt die Bahn-Tochter DB Netz an die Güterbahnen aus, den sie durch die erhöhten Trassenpreise einnimmt.

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Eigentlich könnte die Umrüstung sofort starten. Doch die Deutsche Bahn wartet derzeit noch auf die Zulassung einer günstigeren Technik (LL-Sohle), die deutlich weniger kostet und noch weniger Krach verspricht. Voraussetzung ist die Zulassung durch die europäischen Behörden. Die Deutsche Bahn erwartet die Freigabe nun im Sommer dieses Jahres. Kritiker sind skeptisch. Die neue Technik wird bereits seit fünf Jahren getestet. Die Schweizer forcieren und finanzieren daher die Umrüstung der Güterzüge auf andere Flüsterbremsen (K-Sohle). Die Technik ist zwar teurer, aber dafür schon erprobt und seit Jahren zugelassen.

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