Schlag auf Schlag Runde 2: Soll in Deutschland gefrackt werden?

Ist die Erdgasfördermethode gefährlich oder bietet sie Chancen, die Deutschland nicht verstreichen lassen darf? Konrad Fischer und Tim Rahmann diskutieren über das Fracking.

Runde 2: Soll in Deutschland gefrackt werden?

Soll Fracking in Deutschland erprobt werden? Über diese Frage streiten sich die WirtschaftsWoche-Redakteure Konrad Fischer und Tim Rahmann in der zweiten Runde von "Schlag auf Schlag". Tim Rahmann findet: Die Energiepreise in Deutschland sind zu hoch - für Privatbürger, aber auch für die Unternehmen. Das gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen. Statt zu allem per se "Nein" zu sagen, sollte Fracking getestet und fair analysiert werden. Konrad Fischer entgegnet: Durch Fracking werden die Strompreise nicht geringer. Dazu sind die Vorkommen viel zu gering. Die Risiken seien zudem zu hoch.

Die Diskussion ist ungeschnitten und ungeprobt, das heißt: Das Thema und die jeweilige Position waren abgesprochen, nicht aber die Argumente. Die Duellanten sollen spontan reagieren, Authentizität ist uns in diesem Fall wichtiger als die geschliffene Rede.

Bisherige Ergebnisse

Zum Hintergrund: Fracking ist in Deutschland umstritten. Umweltschutzverbände und Bürgerinitiativen haben rund 660.000 Unterschriften für ein striktes Verbot der umstrittenen Erdgasfördermethode Fracking gesammelt. Dabei wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas zu fördern. Kritiker fürchten, das Trinkwasser könnte verunreinigt werden.

In den USA - aber auch in Kanada, Polen und der Schweiz - wird derweil kräftig gefrackt. Die Folge: Die USA sind von einem Erdölimporteur zum -exporteur geworden und damit unabhängiger von Öllieferungen aus den Krisenländern. Gleichzeitig sind sind Energiepreise in den Vereinigten Staaten deutlich geringer als in Deutschland.

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