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Schock für Bauherren Baupreise: So massiv stiegen sie zuletzt vor 50 Jahren

Die Preise für Neubauten sind seit über 50 Jahren nicht mehr so stark gestiegen wie im letzten November. Quelle: dpa

Die Preise für Neubauten von Wohnungen sind im vergangenen November enorm angestiegen. Was ist dafür verantwortlich?

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Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Deutschland sind im November so stark gestiegen wie seit über 50 Jahren nicht mehr. Sie erhöhten sich um durchschnittlich 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. „Dies ist der höchste Anstieg der Baupreise gegenüber einem Vorjahr seit August 1970“, heiß es dazu. Damals hatte es sogar ein Plus von 17,0 Prozent gegeben.

Die Statistiker machen für den starken Anstieg die Rückkehr zur alten Mehrwertsteuerhöhe mitverantwortlich. Ohne diesen Effekt hätte das Plus rein rechnerisch nur 11,6 Prozent betragen. Getrieben wurden die Preise zudem von stark gestiegenen Materialkosten. So hatten sich in den vergangenen Monaten beispielsweise Holz und Stahl stark verteuert, nicht zuletzt wegen weltweiter Engpässe.

Die Materialknappheit auf den deutschen Baustellen hat sich zuletzt aber ein wenig entspannt. Auf dem Hochbau etwa klagten im Dezember noch 31,3 Prozent der Unternehmen über Lieferprobleme, nach 34,5 Prozent im Vormonat, wie das Ifo-Institut bei einer Umfrage herausfand. „Die erheblich gestiegenen Materialpreise setzten die Bauunternehmen zusätzlich unter Druck“, sagte Ifo-Experte Felix Leiss. „Insbesondere auf dem Hochbau planen die Betriebe, die Kosten in den kommenden Monaten an die Bauherren weiterzugeben.“

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von November 2020 bis November 2021 um 15,7 Prozent. „Den stärksten Anstieg gab es dabei bei den Zimmer- und Holzbauarbeiten“, so die Statistiker. Diese seien aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Bauholz im In- und Ausland um 38,9 Prozent teurer geworden. Die Preise für Entwässerungskanalarbeiten stiegen um 18,2 Prozent, für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten um 17,1 Prozent und für Klempnerarbeiten um 16,8 Prozent. Betonarbeiten verteuerten sich um 16,5 Prozent.

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    Die Preise für Ausbauarbeiten nahmen um 13,5 Prozent zu. Tischlerarbeiten kosteten 14,6 Prozent mehr als im November 2020, bei Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden gab es ein Plus von 14,5 Prozent. Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) nahmen um 14,2 Prozent zu. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 15,0 Prozent und für gewerbliche Betriebsgebäude um 15,6 Prozent. Im Straßenbau lag der Aufschlag bei 9,0 Prozent.

    Mehr zum Thema: Wer darf bei der Sanierung von Wohnungen alles mitreden?

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