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Schwarz-gelber Postenpoker Das Geheimnis der Glaskugel

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Während Hessens Quelle: dpa

Das spräche dann natürlich erst recht für Roland Koch, der auch immer wieder als vermeintlich sichere Besetzung genannt wird. Wer diesen Namen ins Spiel bringt, kann auf die hohe Sachkunde des Kandidaten verweisen, auch wenn ihm in Zusammenarbeit mit SPD-Finanzminister Peer Steinbrück bei der Unternehmensteuerreform ein paar Fehler unterlaufen sind. Aber Fleiß, Intelligenz und Akribie sind unbestritten.

Wer ihn ins Amt spekuliert, möchte ihn aber vielleicht auch im Kabinett Merkel unterbringen, um einen möglichen Widersacher der Chefin in die Disziplin der Regierung einzubinden – obwohl Koch in den vergangenen vier Jahren stets loyal zur Vorsitzenden stand. Ein Finanzminister Koch wäre aber bei einem Scheitern der Regierung auf jeden Fall belastet und schiede als möglicher Merkel-Nachfolger dann eher aus – zum Wohle anderer CDU-Ministerpräsidenten.

Spekulationen um Roland Koch

Schließlich machte der Wechsel Kochs nach Berlin den Posten in Wiesbaden frei, was den urhebenden Spekulanten auch gleich zu der Rochade greifen ließ, Verteidigungsminister Franz Josef Jung ginge dafür an die Spitze der Landesregierung. Kann sein – hätte aber vor allem in Berlin den schönen Vorteil, dass damit das Verteidigungsressort neu zu besetzen wäre, für das wiederum Guttenberg gehandelt wird. Von dem Metier versteht der langjährige Außenpolitiker etwas; gleichzeitig wäre er voraussichtlich wiederum mit oft unangenehmen Nachrichten konfrontiert – zur Wirkung siehe oben.

Derzeit ist nur eines klar - wer Angela Merkel kennt, weiß: Die Chefin hat noch niemandem ein verlässliches Angebot gemacht. Das hebt sie sich immer bis ganz zum Schluss auf - schon, um niemandem falsche Versprechungen zu machen, die sich später mal rächen könnten.

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    Was freilich schon bei der letzten Regierungsbildung manchen nicht davon abhielt, sich bereits berufen zu fühlen.

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