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Schwarz-Grün Kein „Weiter so“: Kretschmann verteidigt Entscheidung für die CDU

Kretschmann betont auch den Anspruch der Grünen auf das Kanzleramt. In Baden-Württemberg hätten die Grünen gut vorgelegt, sagte der Ministerpräsident. „Jetzt gilt es nachzulegen.“ Quelle: dpa

Auf dem Parteitag in Heilbronn betont Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine neue Zusammenarbeit mit der CDU. Zuletzt gab es viel Kritik für eine weitere Koalition.

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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat vor der Parteibasis im Südwesten für eine Neuauflage der Koalition mit der CDU geworben. „Das wird kein „Weiter so“ sein“, sicherte Kretschmann auf dem Parteitag der Südwest-Grünen am Samstag in Heilbronn zu. „Wir wollen und müssen aufbrechen in eine neue Zeit und neue Zukunft.“

Baden-Württemberg müsse eine Blaupause werden und kopierfähig im Klimaschutz. Der Konsens, den man mit der CDU habe, aber nicht mit der FDP, sei ausschlaggebend gewesen für die Entscheidung.

In Heilbronn will der Landesverband am Wochenende seine Liste mit Kandidaten für die Bundestagswahl aufstellen. Das Treffen findet größtenteils online statt. Am Gründonnerstag hatte es einen Eklat im Zuge der Koalitionsverhandlungen gegeben, weil der grüne Landesvorstand lieber eine Ampel mit SPD und FDP als eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU wollte. Es kam zur Machtprobe mit Kretschmann. Am Ende stimmte der Vorstand aber mit Zwei-Drittel-Mehrheit für eine weitere Legislaturperiode mit der CDU als Partner.



Kretschmann spricht Grünen Mut zu für Bundestagswahlkampf

Kretschmann betont auch den Anspruch der Grünen auf das Kanzleramt. In Baden-Württemberg hätten die Grünen gut vorgelegt, sagte der Ministerpräsident. „Jetzt gilt es nachzulegen.“ Er sei überzeugt, dass die Grünen das auch im Bund schaffen können, Verantwortung an erster Stelle zu tragen, die Führung für die ganze Republik zu übernehmen. „Ich traue es unserem Spitzenduo zu.“

Kretschmann ließ allerdings keine Präferenz erkennen, wer aus seiner Sicht bei den Grünen für das Kanzleramt kandidieren solle. Er sprach am Samstag von seiner „Lieblings-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock“ und seinem „Lieblings-Kanzlerkandidaten Robert Habeck“.

Man sei auf die Entscheidung gespannt und werde sie freudig annehmen, wie auch immer sie ausfalle. Die Grünen würden zur Bundestagswahl einen Wahlkampf hinlegen, „wie ihn die Republik noch nicht erlebt hat“.

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Der Grünen-Bundesvorstand will am 19. April vorschlagen, wer von den Parteichefs Baerbock und Habeck die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl am 26. September übernehmen soll. Die endgültige Entscheidung fällt auf dem Grünen-Parteitag vom 11. bis 13. Juni.

Mehr zum Thema: Die Grünen streben in die Bundesregierung, dort wollen sie viel Geld in den Umbau des Standorts Deutschland investieren. Finanzieren soll das eine Vermögensteuer und wohl auch das Ende der Schuldenbremse. Das dürfte nur einem Teil der Unternehmen gefallen.

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