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Silvesternacht Politiker verurteilen Angriffe auf Rettungskräfte

In der Silvesternacht sind in mehreren Städten Polizisten und Feuerwehrleute angegriffen worden. In Berlin wurden Rettungskräfte mit Schusswaffen bedroht. Politiker fordern Konsequenzen.

In mehreren deutschen Städten wurden Sicherheitskräfte in der Silvesternacht massiv angegriffen. Quelle: dpa

Politiker und Gewerkschaftsvertreter haben einem Medienbericht zufolge die Angriffe auf Rettungskräfte in der Silvesternacht verurteilt. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU), sagte der Zeitung „Die Welt“: „Wer Rettungskräfte attackiert, greift unseren Rechtsstaat und die Demokratie an.“ Deshalb müssten die Straftäter die ganze Härte des Gesetzes erfahren. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte dem Blatt, die Attacken gegen Einsatzkräfte hätten inzwischen lebensbedrohliche Ausmaße angenommen. „Letztlich muss die Justiz mit entsprechenden Urteilen dafür sorgen, dass auch der letzte Verrückte begreift, dass dies kein Spaß ist, sondern hier schwere Gewaltdelikte begangen werden.“ Justizminister Heiko Maas (SPD) schrieb auf Twitter: „Angriffe auf Rettungskräfte - egal wann, wo und von wem - sind völlig inakzeptabel.“

Allein die Berliner Feuerwehr hatte aus der Silvesternacht von acht Angriffen auf Einsatzkräfte und 57 Angriffen auf Einsatzfahrzeuge berichtet. Auch in Leipzig und Dortmund wurden Polizisten angegriffen. In einem Fall wurde in Berlin die Besatzung eines Rettungswagens von mehreren Männern mit Schusswaffen bedroht. Der Vorfall ereignete sich in Berlin-Mitte. Die Feuerwehrleute hätten die Polizei alarmiert, diese habe zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt, teilte die Feuerwehr mit. Weitere Informationen gab es zunächst nicht.

Bei einem Vorfall im Stadtteil Lichtenrade wurde ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt, in Charlottenburg erlitt ein weiterer Kollege Verletzungen durch einen Feuerwerkskörper. Die Feuerwehr nannte am Morgen die Zahl von acht Angriffen auf Einsatzkräfte und 57 Angriffen auf Einsatzfahrzeuge mit erheblichen Sachschäden. Dies mache „sehr nachdenklich und betroffen“: „Unseren Kollegen, die heute Nacht verletzt worden sind, wünschen wir baldige Genesung.“


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