Sondierungsgespräche Seehofer sendet Kompromiss-Signale an SPD

„Ich werde persönlich alles tun, damit diese Koalition zustande kommt.“ Horst Seehofer setzt auf die Große Koalition – warnt den potenziellen Koalitionspartner aber gleichzeitig vor zu hohen Forderungen.

Der CSU-Chef bekräftigte seinen Wunsch nach einer Koalition mit der SPD noch einmal. Quelle: Reuters

SeeonIm Ringen um eine neue Bundesregierung hat CSU-Chef Horst Seehofer den Willen zu einer Einigung mit der SPD bekräftigt. Zum Auftakt der traditionellen Klausurtagung der CSU-Landesgruppe sagte Seehofer am Donnerstag, die dort vertretenen Forderungen der CSU etwa zur Flüchtlingspolitik seien lediglich eine Lagebestimmung seiner Partei. „Es richtet sich gegen niemanden, sondern es ist die Darstellung unserer Positionen“, sagte Seehofer im oberbayerischen Seeon, wo die CSU-Bundestagsabgeordneten bis Samstag in einem ehemaligen Kloster tagen.

„Ich werde persönlich alles tun, damit diese Koalition zustande kommt“, sagte Seehofer: „Dieses Projekt kann gelingen, wenn unser potenzieller Koalitionspartner in der Sache nicht überzieht.“ Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass eine Partei wie die CSU auf einer solchen Klausurtagung ihre Positionen noch einmal verdichte. „Ich hatte gestern auch den Eindruck bei den Gesprächen in Berlin, dass das andere Parteien auch verstehen.“ CDU, CSU und SPD hatten am Mittwoch in Berlin den Fahrplan für ihre Koalitionssondierungen abgesteckt.

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