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SPD-Bundesparteitag SPD hat ihren Vorstand neu gewählt

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Enrico Letta zu Gast beim SPD-Parteitag

Der Flyer der Jusos aus NRW.

+++19:08 Uhr +++

Mit nur einer Gegenstimme nimmt der Parteitag nach kurzer Beratung den Leitantrag zur Öffnung gegenüber Rot-Rot-Grün an. Trotzdem, solle es jemals eine Koalition mit den Linken auf Bundesebene geben, soll sich vor allem die Linke bewegen, fordern die Delegierten. Die Linke müsse aufhören, die SPD vor allem als Gegner zu betrachten, sagt ein Redner.

+++ 18:26 Uhr +++

Zu Gast auf dem SPD-Parteitag: Italiens Ministerpräsident Enrico Letta. Er und Gabriel sind sich einig: "Wenn Europa nicht mit einer Stimme spricht, werden unsere Kinder und Enkel gar keine Stimme mehr in der Welt haben." Gleich geht es weiter zum nächsten Tagesordnungspunkt: die Beratung zum Leitantrag über die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition.

+++ 17:43 Uhr +++

Sigmar Gabriel bleibt Vorsitzender der SPD. Die Delegierten des Bundesparteitags in Leipzig bestätigten ihn am Donnerstag mit großer Mehrheit für zwei weitere Jahre im Amt. Er ist allerdings mit einem schlechteren Ergebnis als vor zwei Jahren in seinem Amt bestätigt worden. "Ein in dieser Situation außerordentlich ehrliches Wahlergebnis", kommentiert Gabriel. Der Parteivorsitzende kam auf 83,6 Prozent Zustimmung. 2011 hatte er 91,6 Prozent Ja-Stimmen erhalten. Der SPD-Chef hatte am Mittag eine fast eineinhalbstündige, teils nachdenkliche Rede gehalten.

+++ 17:21 Uhr +++

Unter den Delegierten kursieren Tipps für das Wahlergebnis von Sigmar Gabriel. 84 oder 85 Prozent gelten als respektabel.

+++ 16:46 Uhr +++

Trotz der betont vernünftigen Reden für eine große Koalition, viele Abgeordnete sehen ihre Zukunftschancen noch immer eher bei Rot-Rot-Grün. Gleich wird das Abstimmungsergebnis über den Leitantrag, der sich für eine Öffnung der SPD für ein Bündnis mit den Linken und den Grünen ausspricht, bekannt gegeben. "Lasst diesen Antrag heute nicht zu einer Eintagsfliege werden", fordert der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe am Podium.

+++ 16:29 Uhr +++

Die Jusos aus NRW bringen die linke Ikone Rosa Luxemburg in Stellung. Der Ton klingt  wirklich nicht nach Begeisterung für die große Koalition...

+++ 15:57 Uhr +++

Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil mahnt die Partei zur Geschlossenheit. Viele Menschen hätten den Eindruck, die SPD sei in einem großen Maße mit sich selbst beschäftigt und nicht mit der Gesellschaft. „Wir machen doch nicht Politik, um Wahlen zu gewinnen. Sondern wir wollen Wahlen gewinnen, um Politik zu machen“, sagt Weil. „Wenn es uns jetzt gelingt, einen flächendeckenden Mindestlohn durchzusetzen, dann können wir stolz sein wie Bolle“, ruft Weil und hebt die Arme.

+++ 14:39 Uhr +++

Die Aussprache hat begonnen. Hannelore Kraft, ehemals die große Wortführerin der SPD gegen eine große Koalition, übt sich in Selbstverteidigung: "Ich wusste, eine große Koalition ist das Letzte, was unsere Mitglieder wollen", sagt sie. Doch für die Wähler - die alleinerziehende Friseurin, den Werkarbeiter, den türkischstämmigen Duisburger Jugendlichen - könne man in der Regierungsverantwortung besser kämpfen. "Messt diesen Prozess n den Inhalten, die dabei rauskommen", appelliert sie an die Parteibasis. Die Bürger hätten dazu ohnehin eine sehr klare Meinung, sagt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz. "Nämlich: Stellt euch nicht so an". Die SPD müsse nun beweisen, dass man ihr einen Staat anvertrauen könne.

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