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SPD-Chef Teilzeit-Papa Sigmar Gabriel

Mehr Zeit für die Familie: SPD-Chef Sigmar Gabriel will Kind und Karriere unter einen Hut bringen. Einen Tag pro Woche will er seine Tochter aus der Kita holen. Ein Schlag ins Gesicht aller Teilzeiteltern.

Einen Nachmittag pro Woche ist beim SPD-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel künftig die Familie angesagt. Quelle: dpa

Teilzeit arbeiten, um sich um die Kinder zu kümmern - für zahlreiche Frauen (und auch immer mehr Männer) sieht so der Alltag aus. Von sieben bis eins im Büro oder im Supermarkt an der Kasse sitzen und dann nach Hause, um Eltern zu sein. Alternativ werden sich Arbeit und Familienzeit mit dem Partner geteilt: Während einer montags bis mittwochs Vollzeit arbeitet, bespaßt der andere die Kinder, donnerstags und freitags wird getauscht. Die Modelle sind zahlreich - abhängig von Arbeitgeber, Kinderbetreuungsmöglichkeiten und den persönlichen Präferenzen.

So großzügig sind Unternehmen
Betriebliche Kinderbetreuung Quelle: dapd
Unterstützung bei Pflegedienst / Kurzzeitpflege Quelle: AP
Weitere Unterstützung bei Kinderbetreuung Quelle: dpa
Sonderurlaub für Pflege von Angehörigen Quelle: dpa
Sonderurlaub bei Krankheit der Kinder Quelle: REUTERS

SPD-Chef Sigmar Gabriel will jetzt auch zum Heer der Teilzeiteltern beziehungsweise Teilzeitarbeitskräfte dazugehören und wagt eine unglaubliche Veränderung: Wie er gegenüber der Bildzeitung erzählt, will der Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister künftig den Mittwochnachmittag mit seiner zweijährigen Tochter verbringen. "Meine Frau ist berufstätig, und mittwochs bin ich mit dem Abholen aus der Kita dran", sagte er. "Darauf freue ich mich auch."

Ohne diese Phasen, in der Politiker Zeit für die Kinder, die Partner oder für ganz normale Dinge wie zum Beispiel das Einkaufen haben, kenne man sonst das normale Leben nicht mehr. Und "Politiker dürfen nicht abgehoben sein."

In Arbeit
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Der Mittwochnachmittag steht im Hause Gabriel also künftig ganz im Zeichen des normalen Lebens. Ein Nachmittag pro Woche wird also künftig normaler Bürger mit Kind und Beruf gespielt. Natürlich ist der Job des Vizekanzlers zeitaufwendiger als der eines Buchhalters oder Metzgers. Sich dafür feiern lassen, einen Nachmittag pro Woche auf das eigene Kind aufzupassen, sollte sich jedoch kein Vater.

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