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Staatshilfen Mehr als zwei Millionen Kleinunternehmer brauchen die Hilfe des Staates

Die erste Welle der Anträge auf Staatshilfen erst einmal ausgelaufen. Allerdings werden aus den Ländern bereits weitere Forderungen nach Staatshilfen erhoben. Quelle: imago images

Bund und Länder zahlten mehr als 14 Milliarden Euro an Kleinunternehmen und Solo-Selbständige. Der Großteil der Anträge wurde bewilligt. Die meisten Anfragen kamen aus NRW und Bayern. Insgesamt erhielten die Unternehmen bis jetzt 64,3 Milliarden Euro Hilfe.

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Mit einer finanziellen wie administrativen Kraftanstrengung haben Bund und Länder in der Coronakrise auf die Probleme von Kleinunternehmern und Solo-Selbständigen reagiert. Insgesamt wurden 2,28 Millionen Hilfsanträge gestellt und von den Behörden bearbeitet, wobei 1,87 Millionen Anfragen bewilligt wurden. Das ergibt sich aus einer internen Übersicht der Bundesregierung zur Lage der deutschen Wirtschaft in der Pandemie, die der Wirtschaftswoche vorliegt.

Das Volumen der Unterstützungszahlungen liegt bei 14,3 Milliarden Euro. Die meisten Anträge wurden in NRW und Bayern gestellt. Aber auch aus dem kleinsten Bundesland Bremen kamen mit 13500 Hilfsanträgen noch vergleichsweise viele Nachfragen.

Insgesamt haben Bund und Länder bis jetzt 64,3 Milliarden Euro für verschiedene Unterstützungsmaßnahmen zugunsten der Unternehmen geleistet. Dazu zählen Soforthilfen (14,3), Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (0,8), Großbürgschaften (2,3) sowie Mittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds in Höhe von 6,0 Milliarden Euro. Aus dem KfW-Sonderprogramm sind bisher 41 Milliarden Euro geflossen.

Damit ist die erste Welle der Anträge auf Staatshilfen erst einmal ausgelaufen. Allerdings werden aus den Ländern bereits weitere Forderungen nach Staatshilfen erhoben. Insbesondere die Autoländer Niedersachsen und Bayern drängen mit Blick auf die schlechte Lage der Automobilwirtschaft auf weitere Hilfen.

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Standort erkennen
    Hilfen für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige (Landes- & Bundesmittel)
    BundeslandAnzahl AnträgeMio. €Anzahl BewilligungenMio. €Anmerkungen
    Baden-Württemberg261.2002.069229.6001819
    Bayern393.300*264.3001648
    Berlin275.5001841270.7001798
    Brandenburg72.60056759.900468
    Bremen13.5009310.60063
    Hamburg 64.600*46.100467Anzahl der Bewilligungen
    nur Bundesmittel
    Hessen127.600100699.700783
    Mecklenburg-Vorpommern43.100*33.400256
    Niedersachsen160.000841130.300767
    Nordrhein-Westfalen497.7004.747409.6003907
    Rheinland-Pfalz110.300131468.900541Antragszahlen der
    erfassten Anträge
    Saarland31.700*27.000177
    Sachsen89.10071284.100667
    Sachsen-Anhalt36.30024334.500239Antragszahlen der
    erfassten Anträge
    Schleswig-Holstein60.10044053.900401
    Thüringen48.30027843.700263
    Gesamt 2.285.100*1.866.20014.263

    *Diese Länder haben kein Landesprogramm zur Corona-Soforthilfe an Unternehmen mit 0 bis zehn Beschäftigten.

    Liquiditätshilfen aus dem KfW-Sonderprogramm
    Anzahl AnträgeMio. €Anzahl BewilligungenMio. €
    KfW-Unternehmerkredit252715.67320419.043
    KfW-Unternehmerkredit KMU58.43815.63854.62713.724
    ERP-Gründerkredit7526455128
    ERP-Gründerkredit KMU54359735133874
    KfW-Schnellkredit14.3964.67914.0194.539
    Sonderprogramm4515.9022912.212
    Maßnahmenpaket Start-ups84458455
    Summe80.92453.62875.91240.974

    Die Bundesregierung plant bisher noch keine neuen Konjunkturpakete, will aber im Fall einer zweiten Infektionswelle eine Verlängerung bestehender Maßnahmen beschließen und notfalls auch das Volumen der Programme zugunsten der Wirtschaft ausweiten.

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    Niedersachsens Ministerpräsident Weil beklagt den massiven Absatzeinbruch in der Autobranche und sendet einen dringenden Hilferuf nach Berlin. Die mittelständischen Zulieferfirmen sind in großer Gefahr. Kommen jetzt neue Konjunkturpakete? Lesen Sie die Geschichte hier.

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