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Städteranking 2016 Das sind die besten Städte im Osten

Exklusiv
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Mehr Hochqualifizierte in Potsdam

Außerdem punktet Jena mit einer guten Gesundheitsversorgung. So kommen auf 10.000 Einwohner rund 134 Krankenhausbetten. Das ist der höchste Wert aller ostdeutschen Metropolen und der siebthöchste bundesweit.

Der Erfolg der thüringischen Stadt hat allerdings auch eine Schattenseite: Die Mieten sind vergleichsweise hoch, die durchschnittliche Warmmiete pro Quadratmeter beträgt acht Euro. Damit liegt Jena auf demselben Niveau wie die westdeutsche Universitätsmetropole Aachen.

Die zweitbeste ostdeutsche Stadt ist Potsdam, die Rang 24 belegt. Die 170.000 Einwohner profitieren unter anderem von der Nähe zu Berlin, zum anderen davon, dass die brandenburgische Landesregierung in der Stadt sitzt. So liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf mit mehr als 36.000 Euro so hoch wie in keiner anderen ostdeutschen Kommune.

Zudem hat der Anteil der Hochqualifizierten an allen beschäftigen zwischen 2013 und 2015 um 2,6 Prozent zugenommen, so stark wie in nur wenigen anderen Großstädten.

Niveauranking 2016: Die schlechtesten Städte Deutschlands

Die drittbeste ostdeutsche Metropole ist Dresden, sie kommt auf Rang 31. Die sächsische Landeshauptstadt weist die achthöchste Ingenieursquote der Republik auf: Auf 1.000 Beschäftigte kommen fast fünf studierte Techniker. Zudem ist in der 500.000-Einwohner-Kommune die Jugendarbeitslosigkeit so stark zurückgegangen wie in keiner anderen deutschen Großstadt – zwischen 2010 und 2015 ist sie um mehr als sechs Prozent gefallen. Ein weiteres Argument, das für Dresden spricht: Die Bewohner werden im Schnitt 82,1 Jahre alt, länger leben nur Münchner, Heidelberger und Stuttgarter.

Berlin profitiert von den Gründern

Beim Dynamikranking dagegen liegen zwei andere ostdeutsche Großstädte vorne. Im Gegensatz zum Niveauranking misst das Dynamikranking die Veränderungsraten in fünf zurückliegenden Jahren – es geht also beispielsweise darum, wie sich die Arbeitslosenrate entwickelt hat.

Dynamikranking 2016: Die Gewinner

Die ostdeutsche Metropole mit der größten Dynamik ist Berlin, sie belegt in dieser Rangliste den neunten Platz. Die Bundeshauptstadt profitiert etwa vom starken Bevölkerungszuzug, die Einwohnerzahl stieg zwischen 2011 und 2015 um mehr als fünf Prozent.

Das beeinflusst auch den Anteil der Hochqualifizierten, der im Zeitraum von 2013 bis 2015 um vier Prozent zugelegt hat. Das ist der dritthöchste Wert deutschlandweit. Zudem gründen die Berliner viele Firmen: Auf 10.000 Erwerbsfähige kommen rund 42 neue Betrieb, nur in München, Hamburg, Frankfurt am Main und Düsseldorf wagen mehr Einwohner das unternehmerische Risiko.

Dynamikranking 2016: Die Verlierer

Leipzig profitiert vom starken Zuzug

Die ostdeutsche Großstadt mit der zweitgrößten Dynamik ist das sächsische Leipzig. Die 520.000-Einwohner-Metropole belegt in diesem Ranking den zwölften Platz. Zwischen 2010 und 2015 sind rund 24 Prozent neue Jobs entstanden, das ist der bundesweite Spitzenwert. Parallel dazu konnte Leipzig die Zahl der Hartz-4-Empfänger um fast drei Prozentpunkte senken, auch das schafft keine andere deutsche Metropole. Zudem ist die Jugendarbeitslosigkeit um mehr als fünf Prozentpunkte gefallen.

Gleichzeitig profitiert Leipzig vom Zuzug vieler Neu-Bürger, so wuchs die Einwohnerzahl zwischen 2011 und 2015 um fast 8,5 Prozent.

Die Top 5 im Zukunftsindex

Einige ostdeutsche Städte schneiden jedoch nach wie vor miserabel ab, etwa Halle an der Saale. Auf 100.000 Beschäftigte kommen noch nicht einmal zehn Patente, fast elf Prozent aller Schulabgänger machen keinen Abschluss, mehr als 17 Prozent der Einwohner sind verschuldet. Da ist es quasi unausweichlich, dass Halle im Niveauranking nur auf Rang 62 landet.

Im Dynamikranking sieht es noch schlechter aus, da belegt die 230.000-Einwohner-Stadt gar Platz 63. Das einzige Trostpflaster für Halle: Eine kleine Gruppe von Kommunen schneidet noch miserabler ab, darunter sind etwa Ruhrgebiets-Städte wie Duisburg, Gelsenkirchen und Herne. Triste und rückständige Metropolen, inzwischen liegen sie vor allem tief im Westen Deutschlands.

Die Verlierer im Zukunftsindex

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