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Städtetag An Hardware-Nachrüstungen für Diesel führt kein Weg vorbei

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags erwartet, dass der Bund handelt – und die Hersteller die Kosten der Nachrüstungen zahlen.

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Kritiker sagen, dass Motor-Software-Nachrüstungen nicht ausreichen, um unter den Stickoxid-Grenzwert zu gelangen. Quelle: dpa

Berlin, Frankfurt Die deutschen Städte pochen nach dem Gerichtsurteil zu Diesel-Fahrverboten in Frankfurt am Main auf Hardware-Nachrüstungen an der Abgasreinigung. „Der Bund sollte sich jetzt endlich dazu durchringen, die Automobilindustrie zu Pkw-Nachrüstungen für ältere Dieselfahrzeuge zu verpflichten“, sagte Helmut Dedy, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, der Deutschen Presse-Agentur.

„Und die Hersteller müssen als Verursacher des Problems dann die Kosten dafür tragen.“ Eine solche Entscheidung wäre auch ein klares Signal an die Gerichte, dass endlich grundlegend gehandelt werde.

Bisher rüsten die Autobauer an Millionen Dieselautos nur die Motor-Software nach, um den Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide um 25 bis 30 Prozent zu senken. Kritiker sagen, dass das nicht ausreiche, um die Stickoxid-Belastung in vielen deutschen Städten schnell unter den von der EU erlaubten Grenzwert zu drücken.

In Hamburg gibt es bereits für Diesel gesperrte Straßenabschnitte. In Stuttgart ist ein großflächiges Einfahrverbot für ältere Diesel geplant, nach einem Urteil des Wiesbadener Verwaltungsgerichts droht das nun auch in Frankfurt am Main.

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