Städtetest Ingolstadt ist Vizemeister im Städteranking 2010

Audi und Zulieferer sorgen in Ingolstadt für Jobs und Aufschwung. Trotz des hohen Migrantenanteils liegt die Arbeitslosenquote deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Alfred Lehmann, Oberbürgermeister von Ingolstadt Quelle: Robert Brembeck für WirtschaftsWoche

Türkisch als Fremdsprache am Gymnasium – für einen CSU-Politiker ist das eine ungewöhnliche Forderung. Alfred Lehmann, 60, hält den Schritt dennoch für nötig. Vor acht Jahren wählten die Bürger ihn an die Spitze der Stadtverwaltung. Seither bemüht er sich darum, Zuwanderer in das wirtschaftliche Leben der Stadt zu integrieren. Keine leichte Aufgabe, denn nach Angaben der Hochschule Ingolstadt sind rund 40 Prozent Ausländer, Aussiedler oder haben mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren ist.

Trotz des hohen Migrantenanteils liegt die Arbeitslosenquote mit 4,8 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von sieben Prozent. Nur Erlangen hat mit 4,4 Prozent noch weniger Erwerbslose. Für den stabilen Arbeitsmarkt sorgt unter anderem die Automobilindustrie – vor allem Audi, aber auch Zulieferer wie Edag, Peguform und Dräxlmeier.

Zudem ist die Stadt ein Zentrum der Ölindustrie; Petroplus und Bayernoil betreiben dort Raffinerien. Dass sich die Firmen wohlfühlen, zeigt eine Umfrage der IW Consult für die WirtschaftsWoche: 74 Prozent der befragten Betriebe vor Ort halten die Stadtverwaltung für wirtschaftsfreundlich. Mit diesem Votum liegt Ingolstadt bundesweit auf Platz 4.

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