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Start-ups Union streitet über Wolfgang Schäubles Steuerpläne

Exklusiv

In der Union wächst der Widerstand gegen die Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, die Erlöse aus dem Verkauf von kleinen Unternehmensbeteiligungen zu besteuern.

Carsten Linnemann (CDU) Quelle: dpa

„Wir fürchten massive Verschlechterungen für die Start-up-Finanzierung“, sagte Carsten Linnemann, Chef der CDU-Mittelstandvereinigung, der WirtschaftsWoche. „Dabei brauchen wir in Deutschland bessere steuerliche und rechtlichen Rahmenbedingungen für Venture Capital und nicht schlechtere, wenn wir unseren Rückstand gegenüber anderen Ländern wie USA, Israel oder auch Großbritannien aufholen wollen“, so Linnemann. Auch die stellvertretenden Unions-Fraktions-Chefs Ralph Brinkhaus und Michael Fuchs bezeichnen den Plan als „nicht akzeptabel“. 

Das Bundesfinanzministerium hat einen Diskussionsentwurf zur Reform der Investment-Besteuerung vorgelegt. Demnach sollen künftig Firmenanteile aus Streubesitz beim späteren Verkauf besteuert werden. Bislang sind sie zum Großteil steuerfrei, wenn das Geld wieder reinvestiert wird. 

Dies würde vor allem Business Angels treffen, die die bei etwa einem Drittel aller deutschen Gründer das Startkapital zur Verfügung stellen. „Wenn dieser Entwurf durchgeht, werden wir über die Hälfte dieser Seed-Finanzierungen verlieren“, warnt Frank Thelen, CEO des Venture Capitalists e42 in Bonn und erfolgreicher Investor in Unternehmen wie MyTaxi und dem gerade von Microsoft übernommenen App-Entwickler 6Wunderkinder.

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