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Steuern Finanzverwaltungen nehmen 2020 mehr Steuern durch Erbschaften ein

Im vergangenen Jahr wurden mehr Grundstücke als zuvor besteuert, seltener aber Betriebsvermögen. Die meisten Erbschaften liegen unter dem Freibetrag.

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Auf Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 84,4 Milliarden Euro zahlten die Bürger 8,5 Milliarden Euro Steuern. Quelle: dpa

Erben haben in Deutschland im vergangenen Jahr auf ihr Erbe deutlich mehr Steuern gezahlt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, nahmen die Finanzverwaltungen 2020 fast ein Fünftel mehr Erbschafts- und Schenkungssteuer ein als im Vorjahr. Auf Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 84,4 Milliarden Euro zahlten die Bürger 8,5 Milliarden Euro Steuern.

Wie viel insgesamt vererbt wurde, können die Statistiker allerdings nicht genau sagen: Die meisten Erbschaften und Schenkungen liegen unterhalb der hohen Freibeträge, sie tauchen in den Zahlen der Finanzverwaltungen daher gar nicht erst auf. So können Ehepartner bis zu 500.000 Euro, die eigenen Kinder bis zu 400.000 Euro erben, ohne dafür Steuern zu zahlen.

Im vergangenen Jahr wurden unter anderem mehr Erbschaften von Grundstücken oder Anteilen von Kapitalgesellschaften besteuert. Betriebsvermögen dagegen wurde seltener so vererbt, dass die Erben dafür Steuern zahlen mussten.

Insgesamt gab es ein deutliches Plus bei den steuerpflichtigen Erbschaften, Schenkungen gingen etwas zurück. Seit einer Erbschaftssteuerreform 2016, bei der Sonderregeln für die Übertragung von Betriebsvermögen beschränkt wurden, gehen vor allem Schenkungen von Betriebsvermögen zurück.

Mehr: Die Politik nimmt die Erben ins Visier

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