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SteuerstraftatenHessen beginnt Auswertung der „Pandora Papers”

„Die Büchse der Pandora ist geöffnet“, sagt Hessens Finanzminister Michael Boddenberg. Erste Daten wurden bereits an die Ermittlungsbehörden abgegeben. 10.07.2023 - 12:49 Uhr Quelle: dpa

Hessens Finanzminister Michael Boddenberg.

Foto: dpa

Die Auswertung der sogenannten „Pandora Papers“ hat begonnen - aus den Dokumenten könnten mögliche Steuerstraftaten von Prominenten hervorgehen. Erste Daten seien an die Ermittlungsbehörden abgegeben worden, teilte der hessische Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) mit.

Hessen hatte den Ankauf des Datensatzes für einen sechsstelligen Betrag im Juni abgeschlossen. Die Dokumente werden auch mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet, unter anderem weil der Datensatz gewaltige Dimensionen hat.

Die „Pandora Papers“ waren im Oktober 2021 bekanntgeworden. In den Dokumenten sollen Daten zu Hunderten Politikern, Amtsträgern, Firmenvorständen und Spitzensportlern aus aller Welt sein, die jahrelang Finanzdienstleister genutzt haben sollen, um ihre Vermögen und Wertgegenstände zu verstecken.

3,8 Terabyte Daten

Kasseler Experten der hessischen Steuerverwaltung werten das Daten-Leak federführend für ganz Deutschland und Ermittlungsbehörden im EU-Ausland aus. Die Fachleute des Finanzamtes Kassel hätten bereits zahlreiche Anfragen bekommen, sagte der Minister am Montag.

„Die Büchse der Pandora ist geöffnet: Damit richten wir aber keinen Schaden an, sondern kommen den Steuerkriminellen auf die Spur, die mit ihrem egoistischen und verantwortungslosen Handeln der Gemeinschaft schaden“, sagte der Finanzminister. „Dabei werden Ermittlerinnen und Ermittler auf viel Übles stoßen - wie es eben mit der mythischen Büchse der Pandora verbunden wird.“

Die Dimensionen der „Pandora Papers“ sind gewaltig. „Uns liegen nun über 3,8 Terabyte Daten vor, die sich auf mindestens 10,4 Millionen Dokumente erstrecken“, erklärte Boddenberg. „Sollte jedes der Dokumente nur aus einem Blatt Papier bestehen und würde man diese übereinanderstapeln, dann wäre die höchste Erhebung in Deutschland nicht mehr die Zugspitze, sondern mit rund vier Kilometern Höhe der „Pandora Papers-Turm“ in Kassel.“

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dpa
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