Streit um die PKW-Maut Gabriel zieht kritisches Gutachten zurück

Im koalitionsinternen Streit um die Pkw-Maut hält Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel einem Zeitungsbericht zufolge ein kritisches Gutachten seines Hauses zurück.

Die schlimmsten Stauhöllen Europas
Stau bei Hamburg Quelle: AP
Birmingham Quelle: AP
Stau Quelle: AP
Stau in London Quelle: REUTERS
Platz 11: KölnDie deutsche Nummer eins und damit gerade so außerhalb der Topten der europäischen Stauhöllen ist Köln. 76 Stunden vergeuden Pendler hier jährlich durchschnittlich im Straßenverkehr. Als Knotenpunkt in Deutschlands bevölkerungsreichsten Bundesland mit vielen langwierigen Baustellen dürfte das nur Wenige verwundern. Quelle: dpa
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Platz 8: StockholmWas auf diesem Bild nach einer entspannten Verkehrssituation aussieht, ist trügerisch. So locker kommen Pendler in Schwedens Hauptstadt nämlich seltener an ihr Ziel. Stockholmer Pendler verlieren jährlich rund 89 Stunden im Stau. Dabei liegt die Einwohnerzahl im Großraum der Stadt vergleichsweise niedrig: Rund 2,1 Millionen Menschen wohnen in Groß-Stockholm. Quelle: AP
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Platz 5: ParisAuch Paris besitzt bis in die Vielzahl an Vorstädte hinein ein ausgeklügeltes Nahverkehrsnetz. Den Verkehr auf den Straßen kann das aber offenbar nicht so sehr entlasten. Kein Wunder, denn in der Metropolregion leben mehr als 12,1 Millionen Menschen. Dass die Pendler da jährlich durchschnittlich 92 Stunden im Stau verbringen, erklärt sich wohl fast von selbst. Quelle: AP
Platz 4: RomNicht nur Urlauber oder Freizeitsportler sollten sich auch in Italiens Hauptstadt vielleicht häufiger auf den Sattel schwingen, sondern auch die Berufspendler. Bei durchschnittlich 94 Staustunden im Jahr wäre es zumindest eine Überlegung wert. Quelle: dpa
Marseille Quelle: dpa
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Stau Quelle: dpa/dpaweb

In der so genannten "Leitungsvorlage" werde die Vereinbarkeit des Maut-Konzepts mit geltendem Europarecht bezweifelt, hieß es in einem Vorabbericht der "Bild" (Dienstagausgabe). Gabriel wolle nach Angaben von Regierungsmitgliedern den Streit um die Maut-Pläne von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit dem Gutachten nicht noch weiter anheizen. Auch in der Arbeitsgruppe Wirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gebe es Kritik gegen das Maut-Konzept, weil es zu viel Bürokratie und zu wenig Einnahmen mit sich bringe, heißt es in dem Bericht weiter.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die geplante Pkw-Maut trotz regierungsinterner Zweifel und Widerständen in der CDU durchfechten. „Ich habe nichts an meinem Plan zu ändern“, sagte er am Montag im bayerischen Abensberg. Bedenken im Finanzministerium hinsichtlich der Einnahmen widersprach er: „Es ist eindeutig, dass die Pkw-Maut einen Ertrag bringt - einen erheblichen Betrag.“ Kanzlerin Angela Merkel warnte in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vor einem Zerwürfnis über die Maut. Es gebe schwierigere Konflikte als die Pkw-Maut, sagte die CDU-Vorsitzende in der Sitzung am Montag nach Teilnehmerangaben. Probleme sollten in Freundschaft und Kameradschaft gelöst werden.

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