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Streit um Strafzölle Wirtschaft hofft auf deutsch-chinesisches Signal an Trump

Keine Eskalation: Deutsche Wirtschaft erhofft sich von den deutsch-chinesischen Konsultationen ein Signal gegen die Abschottung nationaler Märkte.

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Der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zum Streit mit den USA: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Eskalation hineinkommen, bei der es nur Verlierer gibt.“  Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH

Berlin Die deutsche Wirtschaft erhofft sich von den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Montag ein klares Signal gegen die Abschottung nationaler Märkte. Mit Blick auf die US-Strafzölle gegen China und die Europäische Union sagte Hubert Lienhard, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, der Deutschen Presse-Agentur: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Eskalation hineinkommen, bei der es nur Verlierer gibt.“

Deutschland und China seien als weltweit größte Exportnationen in der gleichen Situation. „Ich könnte mir da schon ein gemeinsames Signal bei den Konsultationen vorstellen. Aber nicht als Drohung an die USA, sondern eher als gemeinsames Bekenntnis zum Freihandel.“

Bei den fünften Regierungskonsultationen zwischen Deutschland und China seit 2011 empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montagvormittag (11.00 Uhr) in Berlin den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang. Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump dürfte dabei ein Hauptthema sein. Mit seinen Sonderzöllen schottet Trump die heimische Wirtschaft vor allem gegen Importe aus der EU und China ab. China bemühte sich zuletzt verstärkt um ein gutes Verhältnis zu Deutschland und will gemeinsam Front gegen Trumps Protektionismus machen.

Die deutsche Wirtschaft erhofft sich aber auch einen besseren Marktzugang in China. „Wir stehen im Wettbewerb zwischen zwei Systemen: Der chinesische Staatskapitalismus gegen unsere freie Marktwirtschaft“, sagte Lienhard. „Das bereitet immer wieder Probleme, die bei einem solchen Treffen angesprochen werden können.“ Es gebe weiterhin eine Asymmetrie in den deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. So könnten chinesische Unternehmen beispielsweise in Deutschland frei Unternehmen kaufen, während es umgekehrt gewisse Grenzen gebe.

„Die chinesische Wirtschaft ist stark, sie braucht diesen Schutz nicht mehr“, sagte Lienhard. „Wir wollen dass deutsche Unternehmen in China die gleichen Rechte haben wie chinesische Unternehmen in Deutschland.“

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