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Studie Arbeitskosten in Deutschland deutlich gestiegen

35 Euro kostete Arbeitgeber im vergangenen Jahr eine Arbeitsstunde ihrer Beschäftigten. Deutschland landete damit in der EU auf dem sechsten Platz.

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Eine Arbeitsstunde kostet im EU-weiten Durchschnitt 27 Euro. Quelle: dpa

Berlin, Düsseldorf Im EU-weiten Vergleich haben Arbeitskosten in Deutschland in den vergangenen acht Jahren einer neuen Studie zufolge kräftig zugelegt – es bleibt aber ein Spielraum nach oben. Durchschnittlich 35 Euro kostete Arbeitgeber hierzulande im vergangenen Jahr eine Arbeitsstunde ihrer Beschäftigten, wie aus einer Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung hervorgeht, das diese am Mittwoch in Berlin vorlegte. Das IMK gehört zur gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Verglichen mit den 28 Mitgliedstaaten landete Deutschland damit auf dem sechsten Platz. Allein von 2017 auf 2018 stiegen die Arbeitskosten in Deutschland um 2,3 Prozent. Die Arbeitskosten, die hauptsächlich aus den vom Arbeitgeber zu zahlenden Löhnen und Sozialabgaben bestehen, lagen zuletzt damit deutlich über dem EU-weiten Durchschnitt von 27 Euro pro Stunde. Angeführt wird das Feld von Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden und Frankreich, wo Arbeitgeber zwischen 44,70 und 36,50 Euro pro Stunde ausgeben müssen.

Wegen der schwachen Wirtschaft vor der Finanzkrise hinkt Deutschland im langjährigen Vergleich seit 2001 der Studie zufolge aber deutlich hinterher. Das gilt auch für die Lohnstückkosten also die Arbeitskosten pro produzierter Einheit –, mit denen die Studienautoren auch die Produktivität in den Blick nehmen. Deren langjährige Entwicklung lag dem IMK zufolge „immer noch um kumuliert knapp sieben Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Euroraums“.

Die Wachstumsraten hätten sich seit 2013 aber wieder normalisiert. Im vergangenen Jahr stiegen die Lohnstückkosten in Deutschland um 2,8 Prozent und damit deutlich über der von der Europäischen Zentralbank ausgegebenen Inflationsrate von 2 Prozent.

Mehr: Laut einer IW-Analyse produzieren Firmen im Osten rund 35 Prozent günstiger als Firmen im Westen.

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