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Studie warnt vor Hunger und Durst Steinmeier: Klimawandel gefährdet den Frieden

Der Klimawandel ist aus Sicht von Außenminister Frank-Walter Steinmeier eine erhebliche Gefahr für Stabilität und Frieden. Hintergrund: Eine neue Studie warnt vor Versorgungsengpässen bei Nahrung und Wasser.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier Quelle: REUTERS

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht im Klimawandel eine Gefahr für die Stabilität betroffener Staaten. Der Klimawandel stelle eine wachsende Herausforderung für Frieden und Stabilität dar, sagte er am Dienstag in Berlin mit Blick auf eine neue Klimastudie mit Handlungsempfehlungen für die sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7).

Das Ringen um den Abschluss eines globalen Klimavertrages bis Ende des Jahres ist ein Thema der deutschen G7-Präsidentschaft. Erklärtes Ziel der 195 am UN-Klimaprozess beteiligten Staaten ist es, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, wegen weiter steigender CO2-Emissionen könnte das aber schwer zu schaffen sein.

Im Dezember soll beim UN-Klimagipfel in Paris der Abschluss eines globalen Vertrages mit Minderungszusagen erreicht werden. „Sinkende Einkommensmöglichkeiten, unbewohnbare Rückzugsräume und Fragen des Ressourcenzugangs können zu zwischenstaatlichen Spannungen, zum Zerfall von Staaten und Gesellschaften führen“, warnte Steinmeier. „Deshalb brauchen wir eine neue Kultur der Zusammenarbeit.“

Die von mehreren Forschungseinrichtungen erarbeitete Studie empfiehlt unter anderem eine G7-Taskforce, um frühzeitig Risiken durch den Klimawandel zu identifizieren. Zudem könnte es zunehmende Engpässe bei der Nahrungsversorgung geben; empfohlen werden Maßnahmen, um ein Hochschnellen von Lebensmittelpreisen etwa nach Dürren zu verhindern.

Zudem sollen die G7-Staaten der Gefahr grenzüberschreitender Streitigkeiten um den Zugang zu Wasser größere Aufmerksamkeit widmen.

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