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Tag der Deutschen Einheit Diese Unterschiede herrschen zwischen Ost und West

Rund 24 Jahre nach dem Fall der Mauer haben sich die Lebensbedingungen in Ost und West nur zu einem Teil angeglichen. Wie haben sich wichtige ökonomische und soziale Indikatoren seit der Wiedervereinigung verändert? Und wo stehen die alten und neuen Bundesländer heute? Ein Überblick von Artur Lebedew.

Aktuelle WirtschaftsdynamikDie ersten sechs Monate 2013 liefen für West und Ost gleichermaßen schlecht: Die Wirtschaftsleistung schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die neuen Bundesländer erreichten ein Minus von einem Prozent; der Westen kam etwas glimpflicher davon (minus 0,3 Prozent). Berlin hingegen ist eine echte Überraschung gelungen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Stadtstaats wuchs um 0,5 Prozent und steht damit an der Spitze des Ländervergleichs. 2012 hat das BIP in Ostdeutschland um 2,2 Prozent, in Westdeutschland um 1,9 Prozent zugelegt. Quelle: dpa
JobsIm August waren in Westdeutschland etwa 2,1 Millionen Menschen arbeitslos, im Osten knapp 840.000. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,1 Prozent beziehungsweise 9,9 Prozent. 2005, dem bislang schlimmsten Jahr auf dem Arbeitsmarkt nach der Wiedervereinigung, sah es in beiden Teilen des Landes ganz anders aus: 20,6 Prozent betrug die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland, im Westen lag sie bei 11 Prozent. Quelle: BA Quelle: dpa
DemografieDer Osten schrumpft, der Westen wächst. In den neuen Ländern ist die Einwohnerzahl seit 1991 von etwa 18 Millionen auf 16,3 Millionen gesunken, im Westen hingegen von fast 62 Millionen auf 65,6 Millionen gestiegen. Quelle: Destatis. Quelle: dpa
EhescheidungenWestdeutsche lassen sich häufiger scheiden. Pro 10.000 Einwohner wurden im Westen 2011 fast 25 Ehen geschieden, das sind etwa 30 Prozent mehr als 1992. Im Osten stieg im gleichen Zeitraum die Quote zwar um stolze 135 Prozent – absolut allerdings nur auf etwa 15 Scheidungen. Quelle: Destatis. Quelle: dpa
RentenWestdeutsche haben im Alter immer noch mehr. Die sogenannte Standardrente, die ein Rentner erhält, nachdem er bei einem Durchschnittslohn 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, beträgt 2013 im Westen etwa 1137 Euro, im Osten 1040 Euro. 1992 war der Unterschied deutlicher: Westdeutsche erhielten 895 Euro, Ostdeutsche nur 455 Euro. Quelle: BMAS. Quelle: dpa
FrauenerwerbstätigkeitFrauen in Ost und West haben sich bei der Erwerbstätigkeit angenähert. Waren 1991 in den neuen Bundesländern noch fast 90 Prozent der Frauen zwischen 35 und 40 Jahren berufstätig, sind es mittlerweile nur noch rund 83 Prozent. Die Quote berufstätiger Frauen in den alten Bundesländern erhöhte sich von 70 auf 75 Prozent. Quelle: Universität Duisburg Essen. Quelle: dapd
Verfügbares EinkommenWährend in Ostdeutschland das Haushaltseinkommen pro Kopf von 1991 bis 2011 um etwa 46 Prozent stieg, wuchs es in Westdeutschland um satte 68 Prozent. Ein Ostdeutscher hat heute im, Schnitt etwa 17.000 Euro zur Verfügung, ein Westdeutscher fast 20.000. Quelle: Bundeswirtschaftsministerium. Quelle: dpa
ImmobilienbesitzOstdeutsche leben zunehmend häufiger in eigenen vier Wänden: Wohnten 1995 noch 37 Prozent der Menschen aus den neuen Bundesländern im Eigenheim, sind es 2013 bereits 46 Prozent. In Westdeutschland sind es 58 Prozent, ein Anstieg von fünf Prozentpunkten. Quelle: AWA Quelle: dpa
Kita-PlätzeEltern im Osten haben es besser.  Die Betreuungsquote in Ostdeutschland liegt fast ein Drittel höher als im Westen. Insgesamt kümmern sich etwa 885.000 Kitas um den Nachwuchs im Osten der Republik. Im Westen sind es 2,33 Millionen. Quelle: Destatis. Quelle: dpa
MigrationWestdeutschland ist deutlich internationaler als Ostdeutschland. Von den etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland mit einem ausländischen Pass lebten 2010 etwa 6,4 Millionen im Westen, nur etwa 310.000 im Osten. Den höchsten Ausländeranteil der Bundesländer weist Berlin auf: rund 480.000. Damit lebten mehr Ausländer in der Bundeshauptstadt als in den neuen Ländern insgesamt. Quelle: Destatis. Quelle: dpa
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