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Tarifkonflikt Verdi setzt Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort

Die Gewerkschaft hat Mitarbeiter des öffentlichen Diensts zum Streik aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für die Beschäftigten der Länder.

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Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Quelle: dpa

Würzburg, Reutlingen, Berlin Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften am Mittwochmorgen mit Warnstreiks in Bayern und Baden-Württemberg den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Im Laufe des Tages wurden auch Streikaktionen in Berlin, Dresden und Chemnitz erwartet.

In Würzburg legten nach Auskunft der Gewerkschaft Verdi mit Beginn der Frühschicht Landesbeschäftigte unter anderem am Uniklinikum die Arbeit nieder. „Wir rechnen mit etwa 200 Streikenden“, sagte ein Sprecher. Am Klinikum gibt es wie an Wochenenden einen Notbetrieb. Die Streikenden wollten am Mittag in der Würzburger Innenstadt für die Forderungen der Gewerkschaft demonstrieren.

In Baden-Württemberg mussten sich die Menschen auf ausgefallene Busse einstellen. In den Regionen Reutlingen, Tübingen, Göppingen, Geislingen und Karlsruhe sollte es nach Verdi-Angaben den ganzen Tag über nur einen eingeschränkten Busverkehr geben. In Tübingen und Reutlingen sei der Linienbusverkehr mit Ausnahme der Strecke zum Flughafen komplett lahmgelegt.

Auch auf viele Berliner kommen am Mittwoch wegen Warnstreiks Einschränkungen zu. Gewerkschaften riefen Erzieher, Lehrer, Mitarbeiter von Bürgerämtern sowie Senatsverwaltungen und weitere Berufsgruppen dazu auf, ganztägig die Arbeit niederzulegen. Bei einem Demo-Zug und einer Kundgebung am Brandenburger Tor (11.30 Uhr) werden Tausende Teilnehmer erwartet, wie Verdi ankündigte.

Mit den seit Montag laufenden Aktionen wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für rund eine Million Beschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder haben die Forderungen zurückgewiesen.

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