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Tarifkonflikt Verdi weitet Warnstreiks aus

In Hessen sollen öffentliche Einrichtungen und der Nahverkehr bestreikt werden. Auch in Nordrhein-Westfalen drohen Arbeitsniederlegungen.

Öffentlicher Dienst: Verdi weitet Warnstreiks aus Quelle: dpa

Frankfurt (Main)/Düsseldorf/BerlinIm Tarifstreit des öffentlichen Dienstes weitet die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks aus. Von Dienstag (10. April) an werde es zu „umfassenden Streiks in Hessen“ kommen, teilte Verdi am Freitag in Frankfurt mit. Betroffen seien unter anderem Stadtwerke, Stadtreinigungen, Krankenhäuser, Stadtgärtnereien, Kitas, Verwaltungen sowie der öffentliche Nahverkehr. Details sollen am Montag veröffentlicht werden. Auch der Wiesbadener Verkehrsbetrieb ESWE bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen ganztägigen Warnstreik im Busverkehr am Mittwoch vor.

In Nordrhein-Westfalen drohen ebenfalls lahmgelegte Nahverkehrsverbindungen und geschlossene Kitas. Verdi hat für Dienstag zu drei Großkundgebungen und Warnstreiks aufgerufen. Der Beamtenbund dbb und tarifunion legt am Mittwoch nach. Zu einer Großdemo in Bonn erwarte man rund 7.000 Menschen, sagte eine Sprecherin am Freitag. In ganz NRW rechne man mit gut 10.000 Beschäftigten, die ihre Arbeit niederlegen werden.

In Berlin waren am Freitag die Beschäftigten der Stadtreinigung aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Der Aufruf galt auch für Samstag, wie ein Verdi-Sprecher sagte. An beiden Tagen sollten sich rund 5.500 Beschäftigte an dem Ausstand beteiligen. Bei den Wasserbetrieben war die Servicehotline vom Warnstreik betroffen. Zu einer Kundgebung am Freitagvormittag kamen laut Gewerkschaft rund 1.000 Mitarbeiter.


Mit den Warnstreiks solle der Druck auf die Arbeitgeber im Bund und den Kommunen erhöht werden, erklärte Verdi. Die nächste Runde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

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