Terror Deutsche plädieren für höhere Sicherheitsmaßnahmen

Nach den jüngsten Terroranschlägen im Nachbarland Belgien spricht sich ein Großteil der Deutschen für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen aus - auch wenn dadurch höhere Kosten oder längere Wartezeiten entstünden.

So gedenkt die Welt der Opfer von Brüssel
Eiffelturm in Paris in den belgischen Farben Quelle: REUTERS
Berlin: In der deutschen Hauptstadt wird am Abend der Terroranschläge das Brandenburger Tor in den Farben der belgischen Trikolore angestrahlt. Quelle: dpa
Gerichtsgebäude von Lyon Quelle: REUTERS
RomDer weltberühmte Trevi-Brunnen, eines der größten Wahrzeichen von Italiens Hauptstadt Rom, wurde in Schwarz-Gelb-Rot getaucht. Quelle: REUTERS
Neptun-Brunnen auf der Piazza Signoria in Florenz Quelle: dpa
PolenIn Warschau ließen die Polen den Palast der Kultur und Wissenschaft in den Farben der belgischen Tricolore anstrahlen. „Die Tragödie, die sich heute in Brüssel ereignete, zeigt, dass wir in einer Welt leben, in der eigentlich alle Werte, die wir als Fundament für den Bau einer Gemeinschaft erachten, anfangen, in Trümmern zu liegen“, sagte polnische Regierungschefin Beata Szydlo. Quelle: dpa
Belgische Botschaft in Prag Quelle: REUTERS
Belgische Botschaft USA Quelle: dpa

In einer Meinungsumfrage spricht sich eine klare Mehrheit der Deutschen für dauerhaft höhere Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen aus. 77 Prozent der Befragten befürworteten im jüngsten ARD-DeutschlandTrend, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland nach den Anschlägen in Brüssel dauerhaft verstärkt werden sollten. Dafür nehmen sie in Kauf, dass zusätzliche Kosten und Zeitverzögerungen entstehen. 21 Prozent der Umfrage-Teilnehmer möchten hingegen langfristig keine verstärkten Maßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen.

Nach dem Anschlägen in Brüssel wollen EU-Experten in der kommenden Woche darüber beraten, wie Flughäfen sicherer gemacht werden können. Für den 31. März sei ein Treffen von Flugsicherheitsexperten der 28 Mitgliedsstaaten geplant, teilte ein EU-Vertreter am Mittwoch mit. Am 11. April würden Fachleute für Transportsicherheit zusammenkommen. Eine konkrete Agenda sei noch nicht festgelegt.

Ziel der Anschläge in Brüssel war am Dienstag der Flughafen Zaventem. Dort sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft. Danach detonierte ein Sprengsatz in einer zentralen Metro-Station. Mindestens 31 Menschen wurden getötet, 271 verletzt.

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