WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Teure Krankenversicherung Sozialkassen rutschen ins Minus

Erstmals seit 2009 werden die Sozialversicherungen 2015 wohl wieder ein Minus einfahren. Grund dafür ist vor allem das hohe Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung.

So fressen Steuern die Löhne auf
Steuerzahler: alleinstehendMonatliches Bruttoeinkommen: 2000 EuroLohnplus: drei Prozent bzw. 60 EuroAnstieg der Steuerlast: 6,5 Prozent bzw. 14,67 Euro Quelle: dpa
Steuerzahler: alleinstehendMonatliches Bruttoeinkommen: 2500 EuroLohnplus: drei Prozent bzw. 75 EuroAnstieg der Steuerlast: 5,7 Prozent bzw. 19,92 Euro Quelle: dpa
Steuerzahler: alleinstehendMonatliches Bruttoeinkommen: 3000 EuroLohnplus: drei Prozent bzw. 90 EuroAnstieg der Steuerlast: 5,3 Prozent bzw. 25,75 Euro Quelle: dpa
Steuerzahler: alleinstehendMonatliches Bruttoeinkommen: 4000 EuroLohnplus: drei Prozent bzw. 120 EuroAnstieg der Steuerlast: 5,5 Prozent bzw. 43,83 Euro Quelle: dpa
Steuerzahler: Ehepaar, DoppelverdienerGemeinsames monatliches Bruttoeinkommen: 35 00 EuroLohnplus: drei Prozent bzw. 105 EuroAnstieg der Steuerlast: 7,4 Prozent bzw. 24,42 Euro Quelle: dpa
Steuerzahler: Ehepaar, DoppelverdienerGemeinsames monatliches Bruttoeinkommen: 4000 EuroLohnplus: drei Prozent bzw. 120 EuroAnstieg der Steuerlast: 6,5 Prozent bzw. 29,17 Euro Quelle: dpa
Steuerzahler: Ehepaar, DoppelverdienerGemeinsames monatliches Bruttoeinkommen: 45 00 EuroLohnplus: drei Prozent bzw. 135 EuroAnstieg der Steuerlast: 6,0 Prozent bzw. 34,33 Euro Quelle: dpa

0,7 Milliarden Euro soll das Defizit der Sozialversicherung wohl im kommenden Jahr betragen - trotz höherer Sozialbeiträge. So zumindest die Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), die der "Welt" vorliegt. Der Grund dafür liegt bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die 2015 ein Minus von 6,1 Milliarden einfahren wird. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Zahl der Versicherheiten zwischen 60 und 64 Jahren stark zunimmt, sowie die Zahl psychischer Erkrankungen ansteigt. Das IfW rechnet deshalb mit steigenden Ausgaben der Kassen in Höhe von 4,8 Prozent in 2014 und 3,9 Prozent. Auch die Abschaffung der Praxisgebühr wird sich niederschlagen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Gewinne hingegen werden Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung einfahren - wie lange allerdings noch, ist bislang unklar. Die Bundesagentur für Arbeit wird 2014 ein Plus von einer Milliarde Euro machen; 2015 zwei Milliarden Euro. Eine Beitragssenkung wäre deshalb auch möglich, zumindest im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Zuletzt hatte die Sozialversicherung 2009 ein Minus eingefahren und machten damals ein Minus von 14 Milliarden Euro, nicht zuletzt wegen der Finanzkrise. Ansonsten fuhren die Sozialkassen, teilweise im zweistelligen Milliardenbereich, Gewinne ein.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%