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Treffen im Kanzleramt Gabriel, Seehofer und Merkel beraten Große Koalition

CSU-Chef Horst Seehofer und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel haben am Freitag in einem Dreier-Gespräch mit Kanzlerin Merkel die Chancen für eine Einigung auf eine Große Koalition erörtert.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel kommt am Freitag zu einem Sondierungsgespräch ins Bundeskanzleramt in Berlin. Quelle: dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zusammen mit CSU-Chef Horst Seehofer und dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel im Kanzleramt Kompromisslinien für eine Große Koalition ausgelotet. Das Gespräch am Freitagmittag dauerte etwa eineinhalb Stunden.

Anschließend verließen Seehofer und Gabriel ohne öffentliche Stellungnahmen die Regierungszentrale. Wie es hieß, ging es um die Vorbereitung des zweiten Sondierungstreffens von Union und SPD mit insgesamt 21 Unterhändlern am Montagnachmittag.

Die Entscheidung über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen soll nächste Woche fallen. Am Dienstag trifft sich die Union auch mit den Grünen zu einem zweiten Gespräch. Die Grünen wollen anschließend umgehend mitteilen, ob sie ihrer Basis die Aufnahme von Verhandlungen über eine schwarz-grüne Koalition vorschlagen wollen.

Sowohl SPD als auch Grüne beraten am übernächsten Wochenende auf einem Parteikonvent beziehungsweise einem Parteitag die Lage. Eine der beiden Parteien muss dann entscheiden, ob ein Verhandlungsangebot von CDU-Chefin Merkel und CSU-Chef Seehofer angenommen wird. Bei der SPD sollen am Ende die rund 470.000 Mitglieder über einen möglichen Koalitionsvertrag entscheiden.

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Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig erwartet eine kompliziertere zweite Sondierungsrunde mit der Union. „Klar ist, am Montag werden die Gespräche schwieriger als beim ersten Mal, weil wir auch über Unterschiede reden werden müssen“, sagte Schwesig am Freitag vor einer Bundesratssitzung in Berlin. Dass die Union auch mit den Grünen ein zweites Gespräch vereinbart habe, halte sie für normal. „Das sehe ich total gelassen. Davon werden wir uns nicht irgendwie beeindrucken oder unter Druck setzen lassen.“ In der SPD komme es gut an, dass in jedem Fall die Parteibasis befragt werden solle.

Der saarländische SPD-Chef Heiko Maas sagte, in der zweiten Runde mit der Union werde abzuschätzen sein, ob die SPD „in wesentlichen Punkten“ ihres Programms vorankomme. „Das muss man sehr ernsthaft tun.“

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