Trigema Wolfgang Grupp stellt Flüchtling zur Not auf eigenes Risiko ein

Exklusiv

Trigema-Chef Wolfgang Grupp will einen pakistanischen Flüchtling als Näher beschäftigen - auch ohne Erlaubnis der Behörden. "Ich möchte nicht wochenlang hingehalten werden", sagt der Unternehmer.

Wolfgang Grupp Quelle: dapd

Der Inhaber des Freizeitbekleidungsherstellers Trigema im schwäbischen Burladingen, Wolfgang Grupp, will einen Flüchtling aus Pakistan notfalls auch ohne Erlaubnis der zuständigen Ausländerbehörde als Näher beschäftigen.

„Wenn die Zustimmung nicht in 14 Tagen vorliegt, stelle ich den Bewerber auf eigenes Risiko ein“, sagte Grupp der WirtschaftsWoche und fügte hinzu: „Wenn ich dann Schwierigkeiten bekomme, gehe ich zu Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Da bin ich gespannt, was passiert.“

Trigema hatte nach eigenen Angaben auf eine Stellenanzeige im Internet hin unter anderem auch vom dort zuständigen Landkreis Penzberg in Bayern einen pakistanischen Flüchtling vermittelt bekommen. 

Damit das Unternehmen diesen beschäftigen darf, müssen die Unterlagen zur zuständigen Ausländerbehörde im schwäbischen Balingen geschickt und dort geprüft werden, um die Arbeitserlaubnis erteilen zu können. „Ich habe Verständnis dafür, dass die Behörden die Unterlagen prüfen müssen, möchte aber nicht wochenlang hingehalten werden“, sagte Grupp.

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