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Trotz Corona IG-Metall-Chef beharrt auf Lohnerhöhung

Gewerkschaftschef Jörg Hofmann erklärt damit der Forderung nach einer erneuten Nullrunde eine Absage. Zugleich droht die IG Metall mit Warnstreiks.

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Der Gewerkschafter hält einen Tarifabschluss noch vor Ostern für möglich. Quelle: dpa

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat die Forderung der Arbeitgeber nach einer Nullrunde in diesem Jahr in der Metall- und Elektroindustrie zurückgewiesen. In einem Interview mit den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Samstagausgaben) sagte Hofmann: „2020 gab es keine Tariferhöhung. In diesem Jahr brauchen wir sie, weil sonst die Arbeitnehmer einen Verlust bei den Reallöhnen erleiden.“

Der IG-Metall-Vorsitzende erklärte laut Vorabbericht, dass es ausreichend Betriebe gebe, die gut ausgelastet seien. Einen Tarifabschluss noch vor Ostern halte er für möglich, wenn die Arbeitgeber auf die Forderungen eingehen würden. Die Gewerkschaft IG Metall verlangt vier Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von einem Jahr.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat bisher eine Erhöhung in der größten Industriebranche mit 3,9 Millionen Beschäftigten in diesem Jahr unter Berufung auf die Corona-Pandemie bereits ausgeschlossen.

Stattdessen legten die Arbeitgeber Mitte Februar in Nordrhein-Westfalen ein Angebot vor, das für das erste Halbjahr 2022 eine bisher nicht bezifferte Einmalzahlung vorsieht und erst für das zweite Halbjahr eine prozentuale Lohnerhöhung vorschlägt. IG-Metall-Chef Hofmann wies das Angebot allerdings zurück.

Am Donnerstag läuft in Baden-Württemberg als letzter Region die dritte Verhandlungsrunde. Die Friedenspflicht wird am 1. März enden. Für den Fall, dass bis dahin keine Einigung gefunden wird, hat die IG Metall bereits Warnstreiks angekündigt.

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