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Um 2,7 Prozent niedriger Öffentliche Schulden sanken Ende 2018

Deutschland baut Schulden ab Quelle: imago images

Der deutsche Staat hat seinen Schuldenberg durch steigende Steuer- und Beitragseinnahmen deutlich abgetragen. Bis auf Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen konnten alle Bundesländer ihre Schulden verringern.

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Die Schulden von Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen bei Banken oder Privatunternehmen waren Ende vergangenen Jahres um 2,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes beliefen sie sich auf 1914,3 Milliarden Euro.

Der Schuldenabbau betraf alle Bereiche der öffentlichen Haushalte, so ein Sprecher. Während die Verschuldung des Bundes um 29,1 Milliarden Euro oder 2,3 Prozent auf 1213,4 Milliarden Euro sank, waren die Länder Ende 2018 mit 570,7 Milliarden Euro verschuldet.

Die Schulden der Gemeinden sanken im Vergleich zum letzten Vorjahresquartal um 5,6 Prozent auf 129,7 Milliarden Euro. Besonders stark waren die Rückgänge in Hessen, Sachsen und Thüringen, während in Niedersachsen und Baden Württemberg die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände anstiegen.

Der Staat profitiert derzeit von starker Binnenkonjunktur, Rekordbeschäftigung und höheren Löhnen. Dadurch legen Steuer- und Beitragsaufkommen zu. Gleichzeitig entlasten niedrige Zinsen auf der Kostenseite.

„Alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts haben Schulden abgebaut“, erklärten die Statistiker. Der Bund senkte sie um 2,3 Prozent auf 1213,4 Milliarden Euro, die Länder um 2,7 Prozent auf 571 Milliarden Euro. „Bis auf Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen haben alle Bundesländer ihre Schulden verringert“, hieß es. Bei Schleswig-Holstein und Hamburg waren Schuldenaufnahmen im Zusammenhang mit dem Verkauf der HSH Nordbank ein wesentlicher Grund dafür. Den höchsten Abbau meldeten Bayern (-13,9 Prozent), Sachsen (-9,4) und Thüringen (-7,4).

Der Schuldenstand der Gemeinden sank um 5,6 Prozent auf 129,7 Milliarden Euro. „Bis auf Baden-Württemberg und Niedersachsen konnten alle Gemeinden und Gemeindeverbände der Länder ihre Schuldenstände reduzieren“, hieß es. Starke Rückgänge gab es in Sachsen (-9,0 Prozent) und Thüringen (-7,5). Noch größer war der Rückgang in Hessen mit 26,9 Prozent. Hier übernahm die „Hessenkasse“ weitere Kassenkredite von Kommunen, die nicht mehr in der Schuldenstatistik nachgewiesen werden. Die Sozialversicherung stand am Jahresende mit 400 Millionen Euro in der Kreide. Dies waren acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

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