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Umfrage Lobbyisten arrangieren sich mit der großen Koalition

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Lobbyisten wollen Karenzzeiten für die eigene Branche

38 Prozent sehen das Wirtschaftsministerium von Sigmar Gabriel (SPD) vorne. Ein Drittel glaubt, dass das Thema auch künftig aufgeteilt bleibt. Für die stockende Energiewende bekommt Gabriel gleichwohl schlechte Noten. 77 Prozent der Lobbyisten sind der Ansicht, die Regierung mache hier keinen guten Job.

Besser läuft es aus Sicht der Befragten beim Außenhandel. Mit Blick auf die deutschen Exporte bewerten 73 Prozent das Thema positiv.

Überraschend: Auch die Gesundheitspolitik wird mit 63 Prozent als gut befunden. „Hier gibt es in dieser Legislaturperiode kaum strittige Themen. Die Debatte ist weder laut noch schrill, woraus sich die hohe Zustimmung ergibt“, so Wallrabenstein. Eine Mehrheit von 54 Prozent glaubt, der wirtschaftliche Aufschwung werde im kommenden Jahr anhalten, 45 Prozent rechnen mit einer Stagnation. Im Vorjahr hatten noch 61 Prozent mit einer guten Entwicklung der Wirtschaft gerechnet.

Deutschland



Die Lobbyisten wurden auch zum Thema Karenzzeiten befragt. In diesem Fall ging es aber nicht um Auszeiten für Politiker, die in die Wirtschaft wechseln. Vielmehr sollten die Lobbyisten sagen, ob sie Auszeiten für Kollegen befürworten, die aus der Wirtschaft, NGO’s oder Beratungsagenturen in Ministerien beziehungsweise die Bundesverwaltung wechseln. 23 Prozent sprechen sich für eine solche Karenzzeit von bis zu sechs Monaten aus, 18 Prozent halten sieben bis zwölf Monate für angemessen, 20 Prozent mehr als ein Jahr. 40 Prozent lehnen jede Form von Regelung ab.

Die Umfrage wurde im Sommer durchgeführt. Über 60 Lobbyisten nahmen teil.

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