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Umfrage Verbraucher wollen für schnelleres Internet kaum mehr bezahlen

Der Ruf nach schnellerem Internet in Deutschland ist laut. Mehr Bezahlen wollen die Deutschen dafür aber nicht, zeigt eine Umfrage

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Der Breitbandausbau wird von vielen Haushalten lange erwartet. Trotzdem gaben 42 Prozent an, nicht bereit zu sein, mehr Geld für ihren Internetanschluss zu bezahlen. Quelle: dpa

Berlin Die Verbraucher in Deutschland wollen für einen Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet nur wenig mehr bezahlen als für langsamere Internetanschlüsse. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. 42 Prozent der Befragten weigern sich generell, einen Aufschlag für einen Gigabit-Anschluss zu zahlen. 18 Prozent würden ein Plus von unter zehn Euro akzeptieren, 24 Prozent Zuzahlungen bis zu 20 Euro.

Vor dem Hintergrund der geringen Zahlungsbereitschaft setzte sich Bitkom-Präsident Achim Berg für alternative Methoden ein, bei den Breitbandanschlüssen die teure „letzte Meile“ von den Verteilkästen in die Haushalte zu überwinden.

Neben der üblichen Verlegung von Rohren im klassischen Tiefbauverfahren könne man beispielsweise die notwendigen neuen Kabel im sogenannten „Microtrenching“ verlegen. Dabei werden in Straßen oder Gehwege mit einer Frässcheibe bis zu 70 Zentimeter tiefe Schlitze gezogen, in denen dann die Kabel in einem Rutsch verlegt werden. In anderen europäischen Ländern seien sogar Frästiefen von nur wenigen Zentimetern möglich. Denkbar sei auch, die Haushalte auf der „letzte Meile“ mit Funkverbindungen vernetzen. Man dürfe beim Einsatz von Glasfaser-Technik nicht alleine an die Anschlussvariante „Fiber to the Home“ (FTTH) denken, bei der die Glasfaserleitungen bis in das jeweilige Haus geführt werden.

Die Anstrengungen für eine bessere Digitalisierung in Deutschland dürften sich nach Ansicht des Bitkom-Präsidenten auch nicht alleine auf die Breitbandversorgung konzentrieren. In diesem Punkt seien auch manche Ziele aus dem Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung unrealistisch. „Bei einem flächendeckenden 5G-Mobilfunknetzwerk müsste dann alle 500 Meter ein Funkmast stehen, auch im Bayerischen Wald.“ Wichtiger seien Anstrengungen im Bereich Bildung, bei der Schaffung von digitalen Angeboten in der Verwaltung oder dem Ausbau von „smarten“ Versorgungsnetzwerken. Auch beim Thema Künstliche Intelligenz bestehe die Gefahr, den Anschluss zu verpassen.

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