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Umweltministerin Schulze fordert schnelle Verkehrswende „In den letzten Jahrzehnten gab es hier überhaupt keine Fortschritte“

Exklusiv
Svenja Schulze (SPD), Bundesumweltministerin, drängt auf mehr Klimaschutz-Bemühungen im Verkehrssektor. Quelle: dpa

Bundesumweltministerin Svenja Schulze drängt auf mehr Klimaschutz-Bemühungen im Verkehrssektor.

Der Verkehr sei das „Sorgenkind des Klimaschutzes in Deutschland.“ Das wachsende Verkehrsaufkommen zehre alle Effizienzgewinne auf. Hinzu komme der Trend zu immer größeren Autos. Dabei könne man die Verkehrswende nur „mit alternativen Antrieben und neuen Mobilitätskonzepten erreichen“, sagte Schulze der WirtschaftsWoche. Zuletzt hatte sich Schulze daher auch für eine CO2-Abgabe im Verkehrsbereich ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr stieg der CO2-Ausstoß im Verkehr um mehr als zwei Prozent auf 170,6 Millionen Tonnen an. Das sind etwa 19 Prozent der Gesamtemissionen. Bis 2030 muss der Verkehrssektor seinen CO2-Ausstoß allerdings um mehr als 40 Prozent senken. Das haben Union und SPD in ihrem Klimaschutzplan festgelegt. Umweltministerin Schulze fordert daher, die Bundesregierung solle bis Ende des Jahres ein entsprechendes Maßnahmenprogramm zur Erreichung dieses Ziels vorlegen. Auch Experten sehen keine Alternative zu schnellem Handeln. „Nur wenn in dieser Legislaturperiode die grundlegenden Weichen gestellt werden, haben wir eine Chance, das Klimaziel für den Verkehr 2030 noch zu erreichen“, sagt Christian Hochfeld, Geschäftsführer der Denkfabrik Agora Verkehrswende.

Der verantwortliche Bundesverkehrsminister Andres Scheuer versichert, er nehme die Klimaziele „sehr ernst“. Der CSU-Politiker verspricht ein „schlagkräftiges Bündel an Maßnahmen“. „Unsere Strategie ist es, technologieoffen und verkehrsträgerübergreifend nachhaltige Mobilität zu fördern“, sagte Scheuer der WirtschaftsWoche. Insbesondere spielten die Stärkung des ÖPNV, die Förderung alternativer Antriebe und das umfassende Maßnahmenpaket im Rahmen des Sofortprogramms ‚Saubere Luft‘ eine tragende Rolle.

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