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Universitäten Bundesregierung will Ausgründungen an Hochschulen stärker fördern

Exklusiv

Die Bundesregierung will die Ausgründung von Unternehmen aus Hochschulen erleichtern.

Absolventen Quelle: dpa

„Wir wollen, dass Forschungsergebnisse künftig einfacher und schneller zu Unternehmensgründungen führen“, sagte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, der WirtschaftsWoche. „Unser Ziel ist es, dass deutsche Hochschulen Gründungsberatung direkt auf dem Campus anbieten werden.“ Dies ist Teil der High-Tech-Strategie, die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) noch im Frühjahr vorstellen wird.

Vorbild ist das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA. Rund um die technische Universität haben sich 140 kleine Hochtechnologiefirmen angesiedelt. „Am MIT funktioniert der Wissenstransfer von der Hochschule zur Produktentwicklung am besten“, so Schütte. Auf dem Campus erhalten Forscher Beratung bei Patentierung und Ausgründung von Geschäftsideen. „Das hat Vorbildcharakter.“ Solche Modelle will der Bund stärker fördern, indem er Hochschulen und Wissenschaftszentren mit den besten Konzepten in Wettbewerben gegeneinander antreten lässt.

Zudem will die Koalition ein Programm auflegen, das die Finanzierung der jungen Ausgründungen verbessert, vor allem in der Wachstumsphase. „Häufig wird es in der Wachstumsphase kritisch, wenn es um ein bis zehn Millionen Euro geht, um das Geschäftsmodell auszubauen“, sagte Christian Flisek, Gründer-Experte der SPD-Bundestagsfraktion gegenüber der WirtschaftsWoche. „Wir werden zügig Eckpunkte für ein Venture-Capital-Gesetz vorlegen, das Deutschland für Wagniskapital attraktiver machen wird“, kündigte Flisek an. Zudem solle die Bundesregierung darüber nachdenken, „für Start-ups ein eigenes Börsensegment zu schaffen, um weitere attraktive Finanzierungsquellen zu erschließen“.

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