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Unternehmer und CDU-Politiker Thomas Heilmann "Wir sollten Politiker besser bezahlen"

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"Der Self-Made-Man ist in den USA angesehen, in Deutschland gilt er als verdächtig"

Viele Unternehmen fürchten den Neid und glauben, sie hätten keine Chance.
Für Unternehmer ist es eher schwieriger Wählerstimmen zu bekommen – das stimmt. Im angelsächsischen Raum werden Unternehmer mehr geschätzt. Der Self-Made-Man ist in den USA hoch angesehen, in Deutschland gilt er als verdächtig. Und dennoch glaube ich, dass Vertreter aus der Familie Oetker oder Bahlsen Anklang beim Wähler finden würden. Sie können glaubhaft argumentieren, dass es ihnen um das Engagement geht und nicht um Geltungssucht. Dafür stehen ihre Unternehmen.

Der Unternehmer und Politiker, Thomas Heilmann, im Interview mit WirtschaftWoche. Quelle: Presse

Apropos Engagement. Über Sie gab es auch viele negative Schlagzeilen. Wie empfinden Sie das?
Natürlich wurden mir Dinge vorgeworfen, die ich für unfair oder einfach falsch halte.  Wenn ich das nicht aushalten könnte, müsste ich mit der Politik aufhören. Unterm Strich wurde ich aber ziemlich fair behandelt, keine Sorge.

Welchen Tipp haben Sie an Seiteneinsteiger?
Man muss sich inhaltlich profilieren. Ich habe beispielsweise überlegt, wie man die Berliner S-Bahn verbessern könnte. Das kam damals gut an und brachte mir Aufmerksamkeit – die entscheidende Währung in der Politik.

Und dann Event-Hopping?
Als Unternehmer ist es leicht Politiker kennenzulernen. Dafür sind keine Events nötig. Man muss Politiker nur einladen, die kommen dann schon. Ich habe sehr davon profitiert, dass mir erfahrene Politiker geholfen haben. Zum Beispiel der frühere Bundestagsvizepräsident Peter Hintze, der letztes Jahr leider verstorben ist.. Ohne seine Hilfe und Fürsprache hätte ich das nicht geschafft.

Was ist ihr nächstes Ziel?
Im Herbst werde ich höchstwahrscheinlich in den Bundestag einziehen. Dort will ich einen guten Job machen. Alles andere ergibt sich dann.

Irgendwann mal Minister oder Staatssekretär – das würde Sie doch reizen.
Das hat seinen Reiz, aber auch Nachteile. Für mich liegt das in weiter Ferne. Erst einmal muss ich im Bundestag einen guten Job machen.



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