Verbraucherpreise Inflation sinkt im Februar auf 1,2 Prozent

Die Inflation in Deutschland bleibt auf dem Rückzug: Im Februar sank die jährliche Teuerungsrate auf 1,2 Prozent. Im Januar hatte die Jahresrate noch etwas höher bei 1,3 Prozent gelegen, im Dezember bei 1,4 Prozent.

Die höchsten Inflationen aller Zeiten
Turkmenistan, Januar 1992 - November 1993Währung: Manat Tägliche Inflationsrate: 5,71 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 12,7 Tage Quelle: Institute for Applied Economics, John Hopkins University Baltimore Quelle: AP
Armenien, Oktober 1993 - Dezember 1994Währung: Rubel Tägliche Inflationsrate: 5,77 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 12,5 Tage Quelle: REUTERS
China, Oktober 1947 - Mitte Mai 1949Währung: Yuan Tägliche Inflationsrate: 14,1 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 5,34 Tage
Griechenland, Mai 1941 - Dezember 1945Währung: Drachme Tägliche Inflationsrate: 17,9 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 4,27 Tage
Deutschland, August 1922 - Dezember 1923Währung: Papiermark Tägliche Inflationsrate: 20,9 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 3,70 Tage
Republika Srpska, April 1992 - Januar 1994Währung: Dinar Tägliche Inflationsrate: 64,3 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 1,41 Tage
Jugoslawien, April 1992 - Januar 1994Währung: Dinar Tägliche Inflationsrate: 64,6 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 1,41 Tage Quelle: dpa

Billigeres Heizen und Tanken hat die ohnehin niedrige Inflation in Deutschland im Februar nochmals gedrückt. Die Verbraucherpreise stiegen im Schnitt nur noch um 1,2 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Einen geringeren Wert gab es zuletzt im August 2010. Im Januar waren die Preise noch um 1,3 Prozent gestiegen.

"Die vergleichsweise niedrige Inflationsrate war erneut vor allem auf die rückläufige Preisentwicklung bei Mineralölprodukten zurückzuführen", erklärten die Statistiker. Leichtes Heizöl kostete dabei 8,7 Prozent weniger als im Februar 2013, Kraftstoffe 6,3 Prozent weniger. Dabei dürfte der milde Winter eine Rolle gespielt haben, der die Nachfrage nach Energie drückt. Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen mit 3,5 Prozent erneut überdurchschnittlich. Für Butter wurden beispielsweise 20,5 Prozent mehr verlangt, für Quark 18,4 Prozent und für Schnittkäse 12,5 Prozent.

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Die Europäische Zentralbank strebt eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an. Nur bei solchen Werten spricht sie von stabilen Preisen. Dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) dürfte die Inflation in Deutschland im kommenden Jahr deutlich über dieser Marke liegen. Die Rate werde dann mit dem erwarteten Aufschwung auf 2,5 Prozent steigen. Das wäre der höchste Wert seit 2008. "Während der Preisauftrieb in diesem Jahr noch verhalten ist, dürfte sich die beginnende Hochkonjunktur im nächsten Jahr bereits in größeren Teuerungsraten bemerkbar machen", so die IfW-Experten.

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