Verdi-Bundeskongress Gewerkschaftsgremien bekämpfen Bsirske-Reformen

Exklusiv

Auf dem am Sonntag beginnenden Verdi-Bundeskongress muss sich Gewerkschaftschef Frank Bsirske auf Widerstand gegen die von ihm vorangetriebene Organisationsreform einstellen.

Verdi-Chef Frank Bsirske Quelle: dpa

Gleich drei regionale Verdi-Gremien haben Anträge gestellt, die Organisationsreform zu bremsen oder ganz zu stoppen. Die Pläne seien „völlig ungeeignet für eine erfolgreiche Weiterentwicklung von Verdi“, heißt es in einem Antrag zum Bundeskongress aus dem Bezirk Ostwürttemberg-Ulm, berichtet die WirtschaftsWoche.

Die Pläne der Verdi-Spitze sehen eine Aufspaltung der Gewerkschaftsarbeit in einen Innen- und Außendienst vor. In jedem Landesbezirk seien so genannte „Servicepoints“ geplant. Diese gewerkschaftlichen Callcenter sollen für eine schnellere Abwicklung von Anfragen sorgen, etwa bei arbeitsrechtlichen Fragen. Im Gegenzug wird ein Teil der 3000 Verdi-Beschäftigten von administrativen Aufgaben befreit und soll stattdessen die Verdi-Präsenz in den Betrieben und Behörden erhöhen. In Bayern, Niedersachsen und Bremen soll die neue Struktur zunächst erprobt, ab Herbst 2016 dann auf die anderen Landesbezirke übertragen werden. Verdi hofft, so die Zahl der Mitglieder und damit den tarifpolitischen Einfluss zu erhöhen.

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