Verhandlungen Abschluss im Tarifkonflikt der Metaller erzielt

Arbeitgeber und IG Metall kommen nach langen Verhandlungen zum Abschluss. Die Einigung in Baden-Württemberg gilt als Pilotabschluss.

IG Metall: Abschluss im Tarifkonflikt erzielt Quelle: dpa

Stuttgart Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben sich die Tarifparteien am Montagabend in Stuttgart auf einen Abschluss verständigt. Das Entgelt soll ab April 2018 um 4,3 Prozent erhöht werden. Zudem wurde vereinbart, dass Mitarbeiter künftig ihre Arbeitszeit für die Dauer von zwei Jahren auf 28 Stunden in der Woche reduzieren können. Im Gegenzug gibt es bei der Arbeitszeit für die Arbeitgeber auch Luft nach oben.

Die Vier vor dem Komma schmerze, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf im Anschluss an die Verhandlungen. Allerdings habe man eine lange Laufzeit von 27 Monaten vereinbart und somit für Planungssicherheit gesorgt. „Ich glaube, das neue Tarifsystem ist vernünftig ausbalanciert“, sagte Wolf.

IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger betonte, die IG Metall habe in allen wesentlichen Eckpunkte Ergebnisse erzielt. „Wir haben als Tarifpartner in Baden-Württemberg unter Beweis gestellt, dass wir schwierige Themen vernünftig regeln können.“ Beide Verhandlungspartner betonten, die Lösungen seien sehr vielschichtig. „Das ist die Hypothek: Die wahnsinnige Komplexität des Ganzen und die Aufgabe, das nun der Öffentlichkeit, den Betrieben und den Mitarbeitern zu erklären“, sagte Wolf.

Die Einigung in Baden-Württemberg gilt als Pilotabschluss für die deutschlandweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. In der Regel übernehmen die übrigen sechs Tarifbezirke den Abschluss des Pilotbezirks.

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