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Verkehrswegeplan Scheuer stuft zahlreiche Bahnprojekte hoch

Der Bundesverkehrswegeplan sieht Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserwege vor. Nun konkretisiert Andreas Scheuer das vorhaben.

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Andreas Scheuer stuft zahlreiche Bahnprojekte hoch Quelle: AP

Berlin Es geht um Milliardenvorhaben: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat zahlreiche Bahnprojekte im Bundesverkehrswegeplan in die Top-Kategorie mit einer gesicherten Finanzierung hochgestuft. Das geht aus einer Liste hervor, die der CSU-Politiker am Vormittag vorstellen wollte und die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Dazu gehört neben dem Ausbau und der Elektrifizierung von Bahnstrecken auch die Erweiterung von Eisenbahn-Knotenpunkten, um Engpässe aufzulösen.

Konkret geht es um Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Mannheim und München. Bei den einzelnen Maßnahmen handelt es sich laut Liste zum Beispiel um kürzere Fahrzeiten zwischen Nürnberg und Erfurt oder um den zweigleisigen Ausbau der Strecke Morsum-Tinnum in Schleswig-Holstein auf der sogenannten Marschbahn, die das Festland mit der Insel Sylt verbindet.

Zwischen Lehrte und Wolfsburg in Niedersachsen soll die Streckengeschwindigkeit erhöht werden, die Strecke Geithain-Chemnitz in Sachsen soll der Liste zufolge elektrifiziert werden. Um eine Verkürzung der Fahrzeit geht es etwa auch bei geplanten Maßnahmen auf der Strecke Berlin-Stralsund. Daneben sind Schritte angestrebt, um das deutsche Schienennetz für bis zu 740 Meter lange Güterzüge zu „ertüchtigen“.

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 gibt es bisher neben den dringlichsten Neubau- und Ausbauprojekten auch solche der Kategorie „potenzieller Bedarf“. Nun steigen viele Vorhaben in den sogenannten Vordringlichen Bedarf auf, weil eine „positive gesamtwirtschaftliche Bewertung“ vorliege.

Der geltende Bundesverkehrswegeplan 2030 war 2016 beschlossen worden. Er sieht Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserwege in ganz Deutschland von insgesamt mehr als 270 Milliarden Euro vor. 40 Prozent der Mittel gehen an Bahnprojekte. Für den Plan waren über 2000 Vorhaben angemeldet und nach Kosten, Nutzen und Umweltfolgen bewertet worden. Zum Verkehrsnetz des Bundes gehören die Autobahnen und Bundesstraßen, das Netz der bundeseigenen Deutschen Bahn sowie Flüsse und Kanäle.

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