WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Verteidigungsministerin Von der Leyen erlebte „die härtesten zwölf Monate“ ihres Lebens

Die Bundeswehr steht wahrscheinlich vor einem neuen Einsatz gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat im Irak. Der Kampf müsse auf allen Ebenen geführt werden - und im Notfall über mehrere Jahre.

Bei diesen Rüstungsprojekten lief es gar nicht rund
Airbus A400M Quelle: REUTERS
Ein Radpanzer vom Typ Boxer Quelle: dapd
Eurofighter Quelle: REUTERS
Euro Hawk Quelle: dpa
Fregatte 125 Quelle: dpa/dpaweb
Korvette 130 (ThyssenKrupp, Tognum/Rolls-Royce) Quelle: Creative Commons - Torsten Bätge
METEOR Quelle: public domain, IFCAR

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat ihr erstes Amtsjahr als „die härtesten zwölf Monate“ ihres Lebens in Erinnerung. Die Verantwortung für das Leben der Soldaten, die Ernsthaftigkeit der Themen und die schiere Fülle immer neuer Herausforderungen machten den Posten so besonders, sagte die CDU-Politikerin der „Bild“-Zeitung (Montagsausgabe). „Ich will keinen Tag missen. Aber das waren die härtesten zwölf Monate meines Lebens.“ Von der Leyen hatte sich in ihrem ersten Amtsjahr mehrere Großprojekte vorgenommen, darunter die Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber. Angeeckt beim Koalitionspartner SPD ist sie unter anderem mit Vorstößen für eine stärkere militärische Verantwortung Deutschlands in der Welt. Hinzu kamen mehrere Pannenberichte.

Einsatzbereitschaft der Waffensysteme der Bundeswehr

Außerdem wurde bekannt, dass Deutschland möglicherweise noch vor Weihnachten zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) beschließen wird. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte "Bild" vom Montag auf eine entsprechende Frage: "Darauf müssen wir uns einstellen." Derzeit prüfe Deutschland zusammen mit seinen Verbündeten, wie die Ausbildung der irakischen Truppen intensiviert werden könne, um diese besser für den Kampf gegen IS zu rüsten. "Eine Entscheidung darüber könnte noch vor Weihnachten fallen", sagte die Ministerin.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Von der Leyen unterstrich, der Kampf gegen IS müsse auf allen Ebenen geführt werden und könne Jahre dauern. "Wir müssen IS militärisch bezwingen", forderte sie. Zudem müsse man die Finanzquellen der Miliz austrocknen und ihre Propaganda wirksam entlarven. Es müsse geschafft werden, dass IS den Rückhalt in dem sunnitischen Teil der irakischen Bevölkerung verliert. Die Ministerin würdigte die Leistung der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak, die Christen, Jesiden und sunnitischen Flüchtlingen Schutz böten. Kurden-Präsident Massud Barsani habe sie bei einem Telefonat vor kurzem um mehr Ausbildung seiner Truppen durch deutsche Experten gebeten. Die sunnitischen IS-Extremisten haben Teile Syriens und des Irak erobert und dabei Tausende von Zivilsten vertrieben, ermordet oder versklavt.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%